Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 8 (1908)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1908)
- Article
- Chassidische Gesänge
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 45 - 46 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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45 46 6e9ang öer „Be6cbt"*Cba59i6im. Aus der Sammlung Ceo \A7iri3. (nadjöruck verboten). Bearbeitet von "Jacob Beymel Lebhaft. _ fj" feg^a Ji-ffflujjiflfjijmJ^' WtIJ- JÜ1'1"!!'!' P i ffü 7 5i fäh-J M^H 1 Ijj jSh ßiN sJ -Ri rl i ii.^_^ II 2,,_. jS-h JJ7 ■H- #±= ±=3hts ff<[)7 j A 7. ■ ■ | f hV ^-1 *i J -k S, . 5 * ■— f 7 ^F=F# T7 f7 u Lh,j fr ♦ -J-fy «j . 1 1 J ==r=Ms z rfH pH— £n£o f=r# 17l7J>1 a tempo -riff 'rj'7' rfffn fffrf -J uimü i tf iCffCf ^44 ^£tJri ■ ■ jp / f /*Y«£ frh Wn.; te jtf 5T==iI -#^Pre-rr =^£P= >• " *=f^=p= =*=^: ■Hf— f=t= 4 Z e»<o teJ±~, 2^J§L 'F7 * ). # a <ewj£o £^r"f"^£ ^y^=i ftftft Kffl - £? f 'cJ i £ £££ rlj p ►e' f**f£ 'r t 1 ■flgrt. =H=J tew. Z?. % al Fine. Die €ntstel)ung und €infür;rung der djassU difeben Gesänge geschieht ungefähr auf folgende Weise: Der 3addifc beauftragt den Chasan irgend einer ir)m treuergebenen Gemeinde mit der Rom= Position eines neuen Higun für die nächsten Seiertage, oder irgend ein Chasan, be3w. ein Cbassid= Dilettant möchte seinen vergötterten 3addik sowie die um ifyn versammelte Cbassidimgemeinde an einem Sesttag mit einem neuen Htgun erfreuen. Der betreffende Cfyasan oder Cbassid* Dilettant sammelt alsdann die in feiner Gemeinde wohnen^ den Verehrer des 3addik um sich und übt mit ihnen, natürlich; ohne Hofen, (der Gebrauch von Hofen ist bei den d)assibisd)en Vorbetern bis jet3t nod) nicht eingefügt) die neuen Higunim ein. Und an einem der nächsten Feiertage, wenn bie Cbassidim aus den verschiedensten Gemeinden um ibren 3addih versammelt sind, bringen die auf die gefd)ilderte Weise einstudierten Chöre die neuen Gesänge 3U Gehör. 6ie singen sie in den meisten Sailen nur einstimmig. Das Schicksal eines Higuns bängt vom persönlichen Urteil des 3addik ab. ßat irgend eine ODelodie sein besonderes Gefallen gefunden, so befiehlt er, sie solange 3U wiederholen, bis sie von allen Anwesenden gesungen werden kann. Auf diese Weise wird ein Higun populär und ins ständige „ßofrepertoire" aufgenommen. Dicht immer sind die Digunim originale ßorn= Positionen. 3uweilen bringt ein Chasan oder Cbassid^Dilettant die Arie aus irgend einer Oper oder Operette, die er - da in ctjassidischen Dreisen der Besuch von Theatervorstellungen 3U den unerlaubten Vergnügungen gehört — 3ufäüig von der Garnisonkapelle seines Städtchens vernommen bat, dem 3addik als Sestgescrjenk mit. Auch (Därscbe, Polonaisen, ja, sogar Ctuden für Geige oder Klavier werden mitunter als Synagogengesänge oder Tischnigunim verwendet.