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Ost und West · 1916-06-01 · Heft 6-7 (Juni-Juli 1916) · p. Seite 271 - 272

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Journal
Ost und West
Volume
16 (1916)
Issue
Heft 6-7 (Juni-Juli 1916)
Article
Aus dem Reiche der Mystik und Magie
Date
1916-06-01
Page
Seite 271 - 272 (sequence 7)
Language
German
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271 Aus dem Reiche der Mystik und Magie. 272 Löwenhaupt, auf der anderen die Zeichen 4 9 2 3 5 7 8 1 6 hebräisch natürlich, gestochen habe. Das Material — Gold —, wie dasLöwenhaupt, weisenunbedingt auf die Sonne hin, und demzufolge hätte das magische Quadrat der Rückseite die „Tabula Solis", ein Abb. 11. Venusamulett der Pariser Quadrat von 6 X 6 Bibliotheque Nationale Zeilen, sein müssen! Statt dessen finden wir das Quadrat unserer Fig. 1, das in Agrippas System die Zahlentafel des Saturn ist. Offenbar war selbst dem in der Magie wohlbewanderten Rabbi aus der Mitte des 15. Jahrhunderts das System, wie wir es später bei Agrippa und s'einen Nachfolgern antreffen, noch recht unbekannt, und auch seine Kenntnis der magischen Quadrate wird vielleicht nicht über dieses denkbar einfachste Gebilde der 9 Zellen hinausgegangen sein. Nachdem wir Jupiter-, Mars- und Sonnenamulette so eingehend besprochen haben, dürfen wir uns für die noch übrigen Kategorien kürzer fassen, da die Gesichtspunkte mutatis mutandis überall dieselben sind. Auf den Venusamuletten der Abb. 11, 12, 13 sehen wir die Liebesgöttin mit langem Pfeil in der einen Hand, mit einem flammenden Herzen in der anderen (auf Abb. 12 fehlt das Herz, dafür der Venus-Stern); ihr zur Seite auf Abb. 12 ein kleiner Cupido. Die Häuser" der Venus sind ,,Stier" und „Wage", die daher auf Abb. 12 und 13 vertreten sind, während Abb. 11 nur das eine von ihnen, die „Wage", aufweist. Die hebräischen Worte auf Abb. 13 sind „Jahveh" und „Haniel", und dieses letztere Wort, häufiger in der Form „Anael", wie auf Abb. 10, bezeichnet' den Engel der Venus, während das „Hagiel" der Abb. 10 das Aequivalent der Zahl 49, der zweiten der Venuszahlen, ist. Die kleinste der Venuszahlen, 7, wird durch das Abb. 10 oben stehende heb dargestellt, und auch das I eine ähnliche Bedeutung, ai doch verzichten, weil ihr ei gründe liegt, von dem der nicht zu emanzipieren vermochte. Das magische Quadrat der Abb. lÖ^ll, 12 ist dasselbe (auf Abb. 12 stehen, au ßer bei einer Zahl, abweichend von der sonst üblichen Schreibweise, die Zehner vor den Einern); das Quadrat der Abb. 13 ist besonders kunstvoll und sei daher hier in Fig. 6 nochmals wiedergegeben. Zunächst ist wieder, wie in unserer obigen Fig. 5, der innere 9-feldrige Kern magisch und ergibt in allen Zeilen, Spalten und Diagonalen die konstante Summe 75; sodann ist aber auch das Quadrat nächster vStufe, das25-feldrige, magisch und ergibt in den betreffenden Reihen überall die Summe 125, und schließlich ist das Abb. n. Venusamulett der Pariser ganze 49 - feldnge Bibliotheque Nationale Quadrat magisch mit der Summe 175 in allen betreffenden Reihen, so daß also stets ein magisches Quadrat wieder in ein anderes eingeschachtelt ist. Die Abb. 14 (Merkuramulett) entstammt der „Bibliotheca rabbinica" von Julius Bartolocci 3 42 38 4 43 40 5 44 13 30 33 34 15 6 1 32 26 21 28 18 49 39 31 27 25 23 19 11 2 14 22 29 24 36 48 41 35 20 17 16 37 9 45 8 1 12 46 7 10 47 Fig. 6 auf der Rückseite von räische Wort «n« (aha) NE der Vorderseite hat if die einzugehen wir jen Versehen Agrippas zu- Amulettverfertiger sich (1693). Wenn das Amulett sich vielleicht auch heute nicht mehr in den Sammlungen vorfindet, so ist doch anzunehmen, daß es ehemals existiert hat, da ein Mondamulett, das bei Bartolocci gleichfalls abgebildet ist, Exemplaren — heute noch vertreten ist. uwm Kmpf mm ' F.''-■!}•■■:■> ^# 'friem-Wfllte St^f^WW^.1 *f'tp it:fW^^~' Iftü /rj.:;•.-•>•; Abb. 16. Mondamulett der Pariser Bibliotheque Nationale mindestens in zwei Das eine Exemplar diesesMondamuletts ist das in Abb. 16 abgebildete Stück der Bibliotheque Nationale in Paris, während das zweite < Exemplar sich in der Königlichen Altertumssammlungin Stuttgart( Ab teilun g: Münzkabinett) befindet. Das Amulett stellt die Mondgöttin dar mit dem Halbmondin derRechten; das ihr zuFüßen liegende Tier ist der

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