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Ost und West · 1916-02-01 · Heft 2-3 (Februar-März 1916) · p. Seite 117 - 118

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Journal
Ost und West
Volume
16 (1916)
Issue
Heft 2-3 (Februar-März 1916)
Article
Jüdische Kriegshelden
Date
1916-02-01
Page
Seite 117 - 118 (sequence 2)
Language
German
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117 Jüdische Kriegshelden. IIS es der späteren jüdischen Ethik entspricht, nur Krieg" im Dienste einer guten Sache. Er zieht ins Feld, "weil sein Bruder söhn Lot, der sich in Sodom niedergelassen hat, beim Ueberf all des Landes beraubt wurde. Und er verjagt mit einer kleinen mutigen Schar die Räuber und rettet das Vermögen des Königs und das Gut seines Neffen, und befreit die Frauen und das Volk. Charakteristisch für die patriarchalisch großzügige Auffassung Abrahams ist, daß er ctas ihm angebotene Vermögen aus der Beute entschieden ablehnt, damit sich niemand rühme, Abraham sei durch den Kriegreich geworden. Der Krieg ist ihm nicht Ziel, sondern bittere Notwendigkeit, und er mag keine äußeren Vorteile daraus ziehen. Das Leben Isaaks fließt ganz im Frieden dahin, wie es überhaupt nicht allzu reich an Ereignissen ist. Isaak ist der Sohn Abrahams und der Vater Jakobs — darin liegt seine Bedeutung. Er überträgt den Geist seines Vaters auf seinen Sohn, und lebt im übrigen seiner Familie, die ihm alles ist. Er will keinen Krieg führen, auch da, wo ein Anlaß vorhanden ist. Macht man ihm seine Brunnen streitig, dann geht er den Philistern aus dem Wege und gräbt neue. Gönnt man ihm auch die nicht, dann zieht er noch weiter und sucht andere Wasserquellen. Schon die Söhne Isaaks aber beschreiten andere Bahnen. Dem älteren Sohne Esau ist die kriegerische Natur von vornherein eigen. Seine Lieblingsbeschäftigung ist die unserer heutigen Vornehmen, die Jagd, und in dem ihm zugedachten Segen wird ihm verheißen, daß er von seinem Schwerte leben solle. Aber auch Jakob, der seiner Natur nach sich nach Frieden sehnt, muß vor dem eigenen Bruder auf der Hut sein, und beinahe wäre es zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen den Brüdern gekommen. Er muß es auch erleben, daß seine Kinder ohne sein Vorwissen durch eine Kriegslist die Ehre ihrer Schwester mit dem! Schwerte rächen. Ihr unritterliches Verhalten tadelt er scharf. In der ägyptischen Periode konnten die Juden keinen Krieg führen, weil sie äußerlich unter dem Zwange der Aegypter zu leiden hatten, und auch innerlich geknechtet waren. Sie trugen ihr Leid mit verzweifelter Geduld, und gaben jede Hoffnung auf, wieder als freie Menschen aufzuatmen. Erst mit Moses fängt die beinahe unterbrochene Geschichte der Juden wieder an. Moses hatte nur das große Werk zu vollziehen, das Volk aus der stumpfen Sklaverei zur Freiheit zu führen und es zu einem Kulturvolk zu machen, bevor es .noch ein Land hatte. Der Auszug aus Aegypten gestaltet sich zu einem gewaltigen Siege Israels, ohne daß die Juden das Schwert ziehen. Es ist ein Kampf Gottes, an dem das Volk keinen aktiven Teil hat. Dem! Volke fällt nur die Aufgabe zu, zu glauben und auf Gott zu vertrauen. Moses scheint, seiner ganzen inneren Natur nach, den Krieg meiden zu wollen. Selbst den notwendigen Krieg gegen Amalek läßt er durch J o s u a führen. Er selbst kennt nur die Waffe des Gebetes. Es ist, als wenn die Vorsehung ihn, dessen Leben dem Heiligsten geweiht ist, fern von jedem Kriege und unberührt vom Blute halten wollte. Er stirbt, bevor sein Volk in das verheißene Land einzieht, um keine Kämpfe mitzumachen. Er soll in der Geschichte als der Vermittler der Lehre Gottes und nicht als Kriegsheld fortleben. Gegen die; Könige von Emori und Basan kommt es allerdings zum Kampfe; famw&m 3of*pb9t. Iftmjö* *.p**,»j. €$edpia*+ it.Kr05.it. 19* ai.pw< »9. )k fffi. 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