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Ost und West · 1916-02-01 · Heft 2-3 (Februar-März 1916) · p. Seite 113 - 114

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Journal
Ost und West
Volume
16 (1916)
Issue
Heft 2-3 (Februar-März 1916)
Article
Die Ehrenpforte der zwölf sieghaften Helden des Alten Testaments
Date
1916-02-01
Page
Seite 113 - 114 (sequence 1)
Language
German
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113 Die Ehrenpforte 114 DIE EHRENPFORTE DER ZWÖLF SIEGHAFTEN HELDEN DES ALTEN TESTAMENTS. Sic&mpon Oer iwüfi (SiegNtat gdten te$ Oleen Ztfimtiw* jftAttlfc^l »OTlfOfU £ttdb*«' 3«^{hW^w«r&crl>ne lip<mfaimm\dfiHfhjt ii$Mfwbiti>tt-i .^tf«*$tw* »jr *«• fort ^Itenlffi^pitaiepJfrort' t »* (ßottvHtb^^f^fnnfr qutl 5 $10(1304 tarmubaußn-iartc Jw^<j*F^*fc V«(^\w7mn$rwttQv«bfa Swrnwl/t^^fewbfllffentt T^pbct^^Dm*n$f# ^XXwrTW*^2toi<ttmfi <DHob«(ßoltpB&|binomrawt ^bfa^ftit*(hmr Wt 0^ug^wi6^i«t(htwmtbrt Oam jim rift/HMiitip<r«<ffrr 9cm ü a^bui^0oetwbyfff3«it*g«,; V>6ttm*oti iBpfaaimbmtfiitt ■ 7)mttänfity<i(bt<m<i>aft<ra»^ * G^rf^jt^pntnrrQtiftaHfmtman SW<w>nWtww«ebrr JtardKrtJßaefccjifcft : 4?inn«^<J5^otoöfrPrflfft ^t» JfWtf nwrtfiittt ^rfhwfft Ißntfc wfi*»&/ba«reMrrQi(j jar >borb«mb«r pWitficcrwar ^jbntßotttoAbtfntyylaiit T*r initfruta-f ra#wt4vn font JfMrl wttxttmtl) abfegt *t>nb ttr pbitijlw b«t bcfiOrt»«*' tP<m «ibfi tainfc&wy bunten fwijja ©erfcwtmrt «ta (Im wwfc» Suff (intMtrtin ftyofa Qtwah iBmiqp&WfntwfatiM* ITI« mit tffH» riitpocfm vor Vlü4)uu<j<rbinbA,|nfic'6uttl^« jfor ratfaua toatif rr «in mit nt a<be t>ry uufmt mcnßxn *r wnl> phu&e TVw 0I0 titmj) flotwo bylflf grfifeatfe Glfntwfjt her fruit mutwiUm pM$ ^g**^»^ «aaMrife^ ^l^l^^^ia Im Jahre 1531 schuf Hans Sachs ein Spruchgedicht, in dem er die zwölf bedeutendsten Helden, von denen die Bibel berichtet, verherrlichte. Zwölf Männer, von Gottesbegeisterung beseelt, stark im Glauben und stark im Streiten, die oft mit einem kleinen Häuflein Wundertaten an Tapferkeit vollbrachten, werden als Symbol des Heldentums hingestellt. Das Gedicht entstand, als das Vordringen der Türken von Osten her gefahrvolle Wolken über Deutschland heraufbeschwor. Es sollte ein „Trostspiegel" sein, was der Gesamttitel des Textes (in der Buchausgabe von 1558) besagt, wo die Verse überschrieben sind: „Die Erenport der zwelff Sieghafften Helden des alten Testaments mit herrlichen siegen und thaten, zu einem1 trostspiegel aller christlichen obrigkeyt wider den blutdurstigen Türcken." An den Vorbildern der alttestamentarischen Helden sollte sich das Volk begeistern, es sollte Mut schöpfen und auf die gottbegeisterte Kraft vertrauen. Um seinem Gedichte den nötigen Nachdruck zu verleihen und ihm eine weite Verbreitung zu sichern, ließ der Dichter seine Verse von einem Künstler illustrieren. Die besungenen Helden wurden als Ritter dargestellt. Auf drei großen zusammenhängenden Bogen wurden diese Holzschnitte gedruckt und in dieser Form als eine Art Flugblätter ausgegeben. Erst in der letzten Zeit ist es gelungen, den Künstler, der diese Zeichnungen schuf, namhaft zu machen. Der Nürnberger Stecher Georg Pencz, ein Schüler Dürers, ist nach den Forschungen von Heinrich Röttinger der Urheber der hier wiedergegebenen Blätter, die heute zu den größten Seltenheiten der altdeutschen Graphik gehören und nur im berliner Kupferstichkabinett vollständig erhalten sind. Die zwölf Helden sind in Halbfiguren dargestellt; sie lehnen sich über eine Brüstung, die, durch Pilaster abgeteilt, die entsprechenden Verse des Gedichtes enthalten. Die Namen der Dargestellten stehen über ihren Häupten; darunter sind Bibelstellen vermerkt. Simson erscheint halb nackt und hält in der Linken den Eselskinnbacken; über die Brüstung ist außerdem der erdrosselte Löwe gelegt. König David wird mit der Leier

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