Mannheim
Compact Memory

Ost und West · 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · p. Seite 459 - 460

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ost und West
Volume
14 (1914)
Issue
Heft 6 (Juni 1914)
Article
Die Schulen der Alliance in den Jahren 1913 - 1914
Date
1914-06-01
Page
Seite 459 - 460 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2583875-2584047-2584053-2596725--15676-2596775
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

459 Die Schulen der Alliance in den Jahren 1913—1914. 460 Seitdem unser Lehrlingswerk sich so gut entw ickelt und wegen seiner praktischen Resultate von den Eltern unserer Schüler dankbar gewürdigt wird, haben wir weniger Abgänge vor Ablauf der Lehrzeit. Die Lehrlinge verlieren nicht mehr so schnell den Mut, und arbeiten mit größerer Lust und Liebe, seitdem sie sehen, daß ihre Vorgänger der älteren Jahrgänge gute Stellungen in anderen Werkstätten gefunden haben. Sie wissen sehr wohl, daß diese jungen Leute ihr Ziel nur durch große Ausdauer erreicht haben. Die Abendkurse werden von unseren Lehrlingen ganz regelmäßig besucht; seitdem die Zahl der Hörer zugenommen hat, haben wir neben den bisherigen zwei Klassen eine dritte eingerichtet. Der für unsere Lehrlinge sehr wichtige Zeichenkursus ist im Laufe dieses Jahres praktischer gestaltet worden. Die Lehrlinge sind nach ihren verschiedenen Gewerben in drei Gruppen eingeteilt: Die erste umfaßt die Holzarbeiter, die zweite die Metallarbeiter und die dritte alle anderen Handwerke, die nicht zu den beiden ersten Kategorien gehören. Jede Gruppe erhält den für ihren Bedarf besonders zugeschnittenen Unterricht, und auf diese Weise sind die Resultate bedeutend besser geworden. Im Laufe dieses Jahres haben wir der Schule eine kleine Werkstatt angegliedert, um die Lehrlinge, die bei den Meistern in der Stadt eine nur handwerksmäßige Ausbildung haben, auf technischem Gebiete zu vervollkommnen. Bei den Industriellen wird meist nur an die Produktion gedacht, und die Meister kümmern sich nicht viel um die rationelle Ausbildung der Lehrlinge. Diese sind sich vielfach selbst überlassen, finden sich mit ihrer Arbeit ab, so gut es eben geht, und nehmen dabei oft üble Gewohnheiten an, die sie später zu nur mittelmäßigen Arbeitern machen. Unsere, kleine Werkstatt soll zur Heilung dieser Schäden dienen. Jeden Sonntag, wenn die Werkstätten in der Stadt geschlossen sind, kommen unsere Lehrlinge, besonders die Anfänger, in unsere Schule und üben sich hier unter der Leitung unseres Zeichenlehrers, der selbst Arbeiter ist und sowohl in der Holzwie in der Metallarbeit Bescheid weiß. Die Schüler lernen mit Feile, Säge und Hobel umzugehen, lernen das Zusammenarbeiten, das Vermeiden von falschen Handgriffen und die Kunst, aus ihrer Arbeit das größtmögliche Ergebnis zu gewinnen. Kurz, wir bemühen uns, ihnen eine gute Grundlage beizubringen, die sie in den Stand setzen soll, später geschickte Arbeiter zu werden. Die Unterbringung unserer Lehrlinge macht uns immer noch Schwierigkeiten, weil erstens die hiesige Industrie nur begrenzte Möglichkeiten bietet, und dann, weil die Direktion des Handwerksunterrichts für die eingeborenen Mohamedaner die besten Plätze in den Werkstätten belegt. Trotzdem wollen wir jetzt die Zahl der Lehrlinge erhöhen, weil wir den demnächstigen Auszug der italienischen Arbeiter nach Tripolis erwarten. Bei dem Bezirkskomitee in Nürnberg pro 1914 (Dettingen 970 M., Bergzabern 5 M., Nürnberg (bis eingegangene Beiträge: Augsburg, Memmingen, jetzt eingegangen) 3800 M. Alle für das Deutsche Bureau der A. I. U. bestimmten Geldsendungen beliebe man an den Schatzmeister Herrn Kommerziell rat Gerson Simon - Berlin auf Postscheckkonto Nr. 17 134 zu überweisen. Geldsendungen aus Rheinland und Westfalen sind zu adressieren an das Bezirks-Comite der A. I. U. in Cöln a. Rh., z. H. des Schatzmeisters Herrn B. Feilchenfeld, Königsplatz 24. Für das Bezirks-Comite für Bayern nimmt Zahlungen entgegen Herr Max Lamm, Nürnberg, Lenbachstr. 5. für Baden Herr Direktor S. Rosenbaum, Mannheim, Pfälzische Bank. Schluss der Mitteilungen der Alllance Israelite Universelle« Manches BON MOT wepden Sie anJtoem Heppenabend der anpegendenMrhung einer feinen Ggareffe zu verdanken haben. Der Duff einer würzig aeomaflschen SalemAleitajm oder» milden SalemGoldQaarefe veEbf^ffeemebehag» üi±£,anniu^ SfirinrajngxLnfep den Gästen. SALEM ALEIKUM SALEM GOLD» PreisNgßyz 4- 5 6 610" 3£ 4- 5 6 6 IQ Pfg.cl.Sfck. p^mivr,w,a. Opienf.Tabak-u.CigareÄT ^fe, M.Hugo2efe^oflieferanf mt mrfRrma. FabrikJenidzelDresden Igi S.M.dSiügs vonSachsen. Zu haben in denbessepeoxCigapren-Geschäfifen.. %foa*<fitäße! Trusftrei!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.