Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 14 (1914)
- Issue
- Heft 3 (März 1914)
- Article
- Die Israeliten in Rumänien
- Date
- 1914-03-01
- Page
- Seite 241 - 242 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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241 Die Israeliten in Rumänien. 242 in Anbetracht, daß dieser Artikel das Resultat einer Vereinbarung zwischen Rumänien und den Signatar-Mächten des Berliner Vertrags darstellt; — aus allen diesen Gründen halten die hier Versammelten es für ihr Recht und für ihre Pflicht, zu verlangen, 1. daß der Artikel 7 unserer Verfassung unverletzbar sei und weder dem Wortlaut noch dem Sinne nach irgendeine Veränderung erfahre; 2. daß Maßregeln ergriffen werden, um das rumänische Element in seiner wirtschaftlichen Existenz zu beschützen; 3. daß eine tatsächliche Aufsicht über die Fremden geübt werde, die sich im Lande einnisten, um sich dann später als Eingeborene zu erklären und die entsprechenden Rechte zu beanspruchen; 4. daß Maßregeln gegen die jüdischen Agitatoren getroffen werden, die das nur den Rumänen verfassungsmäßig zustehende Versammlungsrecht mißbrauchen, um die Rumänen zu bedrohen und die öffentliche Ordnung zu stören; 5. daß die Juden vom Militärdienst dispensiert werden, well sie bewiesen haben, dal5 sie .keinerlei militärische Begabung besitzen/' In Calarasch ist folgender Aufruf durch Maueranschlag verbreitet worden: „Rumänische Brüder! Eine neue Gefahr bedroht Euch! Kaum ist das Land der bulgarischen Barbarei entgangen, weil seine Kinder ihre Brust zur Verteidigung dargeboten haben, und schon erhebt der verfluchte Parasit wieder sein Haupt! Die Juden verlangen ihre Massennaturalisation. Nachdem sie unser Land beschmutzt und die Korruption und alle Arten von bösen Sitten hier eingeführt haben, nachdem sie uns vor den Augen Europas verleumdet und lächerlich gemacht und unser Vaterland eine rumänische Hölle genannt haben, verlangen sie jetzt, Bürger dieser Hölle zu werden. Handel und Industrie sind fast vollständig in ihren Händen; die reichsten Produkte eines Teiles unseres nationalen Bodens, den unsere Vorfahren mit Blut und Tränen gedüngt hatten, werden von den Juden verschlungen. Bis jetzt haben wir wenigstens den Kleinhandel, die Kleinindustrie und die Landwirtschaft vor ihnen bewahren und haben ihnen gegenüber unser politisches Uebergewicht erhalten können. Die schmutzigen Insekten wollen auch hierin eindringen. Lassen wir uns das nicht gefallen, denn wenn wir passiv bleiben, so wird unser teures Land bald nur noch Staub und Asche sein. Kämpfen wir mit Energie und, wenn es nötig ist, warfen wir die eingedrungenen Tiere, die sich von allen Seiten bei uns niederlassen, über die Grenzen zurück." Der Eintritt des liberalen Ministeriums scheint die Wünsche der antisemitischen Hetzer begünstigen zu sollen, denn diese sind eifrige Stützen des neuen Ministeriums gewesen, das ihnen seinerseits vielleicht die Befriedigung gewährt, die Lösung der Judenfrage zu vertagen. Bei dem Bayerischen Bezirkskomitee pro 1913 eingegangene Beiträge und Spenden: Fürth 503 M., Schnaittach 77,82 M., Berolzheim 15 M., Ottensoos 58,80 M., Würzburg 747,05 M. \ Oppeln. An die Spitze der Ortsgruppe Oppeln ist als Vertrauensmann der A. I. U. Herr Justizrat Dr. Cohn getreten. Myslowitz. In Myslowitz hat Herr Gurt Fröhlich die Führung der AUiancegeschäfte übernommen. Tilsit. Die Vertretung für die Alliance wurde Herrn Max Kallenbach übertragen. Die Bildung eines Lokalkomitees ist in Aussicht genommen. Insterburg. In Insterburg hat Herr Heinrich Mendelsohn, Präsident der Libanon-Loge, das Amt eines Vertrauensmannes für die A. I. U. übernommen. Schwetz. Herr Lehrer Dahl hat sich bereit erklärt, die Führung der AUiancegeschäfte zu übernehmen. SalemAleiktim Saleitvöolci (Goldmundsfück) Ggareften ÄW^^/ ^MUH^stc Trustfrei! 6r6mtä.$aba&-u. ThJx TGug&Tieäc C&2K6^-%ürik §mm 'JCoflz^erccntS.STCd &>nzlcbeßr>escto^^^