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Ost und West · 1914-02-01 · Heft 2 (Februar 1914) · p. Seite 153 - 154

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Journal
Ost und West
Volume
14 (1914)
Issue
Heft 2 (Februar 1914)
Article
Die Schulen der Alliance in den Jahren 1911 - 1913
Date
1914-02-01
Page
Seite 153 - 154 (sequence 5)
Language
German
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153 Die Schulen der Alliance in den Jahren 1911—1913. 154 aufweisen? Es wäre kindisch, dies zu behaupten. Die in unseren Werkstätten arbeitenden Lehrlinge gewinnen nicht so schnell das Gefühl der Veranwortlichkeit wie die bei Fremden angestellten; sie sind weniger gewissenhaft in der Verwendung des ersten Materials wie im Gebrauch der Zeit. Die diesbezügliche Strenge, die der fremde Meister mehr aus Sparsamkeit als aus Disziplin bei der Aufsicht des Lehrlings walten läßt, zwingt den Jungen zu größerer Aufmerksamkeit und gewöhnt ihn an ordentliche Arbeit. Wir können uns den Lehrlingen gegenüber nicht anders als wohlwollend verhalten, und unsere Nachsicht wird natürlich mißbraucht. Ein anderer Nachteil bei unseren Werkstätten besteht darin, daß die Eltern glauben, die gewerbliche Ausbildung ihrer Kinder dürfte ihnen nicht nur keine Opfer auferlegen, sondern ihnen noch etwas einbringen. Manche betrachten unsere Werkstätten als eine Art Filiale des Unterstützungskomitees und wünschen, daß ihre Kinder vollständig als Arbeiter oder Halbarbeiter honoriert werden. Da dies nicht möglich ist, schreien sie über die Ausnützung ihrer Nachkommenschaft. Aus diesem Grunde haben wir in diesem Jahre zwei Streiks gehabt, einen in der Mützenfabrik und einen in der Schmiede. Zu diesen inneren Unannehmlichkeiten kommen noch äußere. Die Tischler- und Schmiedemeister der Stadt beschuldigen uns einer unlauteren Konkurrenz, weil wir subventioniert werden und ihrer Meinung nach ein zu billiges Arbeitermaterial verwerten. Ihr Aerger gibt sich in mehr oder weniger heftigen Zeitungsangriffen kund. Wenn wir anderseits von unseren Glaubensgenossen einen Zuschuß erbitten, um unsere Handwerksanstalten besser entwickeln zu können, wird uns geantwortet: „Wie? Schenkungen und Beiträge für Sie, die fabrizieren und verdienen können?" Und wenn wir sie bitten, bei zu vergebenden Arbeiten uns den Vorzug zu geben, machen sie den Einwand, daß unsere Arbeiten von Lehrlingen, also noch nicht ausgelernten Arbeitern, ausgeführt werden. Lassen wir sie aber von unseren Arbeitern ausführen, so wird die Herstellung zu teuer, als daß wir ihnen vorteilhafte Preise 'machen könnten. Alle diese Nörgeleien bringen große Mißstimmung und machen die finanzielle Lage unserer Schmiede und unserer Tischlerei zu einer recht peinlichen. Glücklicherweise zieht uns unser Schneideratelier aus der Verlegenheit. Es wird in diesem Jahre einen Ueberschuß bringen, der das Defizit des Knaben-Lehrlingswerks vom vorigen Jahr ausgleichen Wird. (Fortsetzung folgt.) Vom Sohn des verewigten Rabbiner Dr. Salvendi, erhalten wir folgendes Schreiben: Sehr geehrter Herr Redakteur, Einem Wunsche meines Vaters, Herrn Rabbiner Dr. Adolf Salvendi b»** zufolge, werde ich seine Sammeltätigkeit fortsetzen. Spenden und Mitteilungen bitte ich daher von jetzt ab an meine Adresse: Dr. Hugo Salvendi, Frankfurt a. M., Oederweg 9, Postscheckkonto Nr. 6406, gelangen zu lassen. Die von meinem Vater bvn herausgegebenen „Spendenverzeichnisse für alle Zweige jüd. Wohltätigkeit" werde ich in seinem Sinne in unveränderter Form weitererscheinen lassen. Die nächste Nummer mit einer Würdigung des Lebenswerkes meines verewigten Vaters wird s. G. w. Mitte Januar erscheinen. Eine diesbezügliche Notiz bitte ich in der nächsten Nummer Ihres gesch. Blattes an hervorragender Stelle bringen zu wollen. Im voraus besten Dank. Mit vorzüglicher Hochachtung! Dr. H. Salvendi. Die Jahresbeiträge aus dem Bezirk Rheinlandsich an das Mitglied des Zentralkomitees, Herrn Westfalen sind an den Schatzmeister des Bezirks- Rabbiner Dr. Frank, Köln, wenden. Komitees, Herrn B. Feilchenfeld, Köln, Königsplatz 24, zu entrichten. In allen übrigen An- Legat. Herr N. R. Meyer s. A., früheres langgelegen heiten der Alliance wolle man jähriges Mitglied der A. I. U. in Hamburg, hat der SalemAleiktim SalenvGold (GoldmundsfucW dg&petten »j«>.^iÄ/ •~H,ll*Mf8*d.** Trustfrei! ~ Onerutd.^abak-u. TnJxJOjugaTzete. ^'--y«^-^7^^^g%#^^cXSrrf zdze'ifi7vsdm^

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