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Ost und West · 1910-07-01 · Heft 7 (Juli 1910) · p. Seite 457 - 458

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Journal
Ost und West
Volume
10 (1910)
Issue
Heft 7 (Juli 1910)
Article
Schach
Date
1910-07-01
Page
Seite 457 - 458 (sequence 2)
Language
German
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457 Dr. Emanuel Lasker: Schach. 458 Suczawa; Max Wiener, Hohensalza; Marcus Wittenberg, Breslau. Das Los entschied zu Gunsten Ton Walter Kirstein, Berlin. Durch ein Versehen der Redaktion wurden die Namen einer grösseren Anzahl Löser des Problems No. 5 aus dem Maiheft nicht berücksichtigt. Um dieselben durch dieses Versehen der Redaktion nicht zu benachteiligen, haben wir nochmals einen Preis zur Verlosung gebracht, welchen Hermann Loeb, Bingen, gewann. W7ir lassen nachträglich die Namen dieser noch nicht veröffentlichten Löser folgen: Hugo Ehrlich, Tilsit; Walter Fuchs, Karlsruhe; Ignatz Gröber, Bromberg; Leo Schereck, Posen; Hermann Loeb,Bingen; GottfriedGumbel,Heilbronn; A. Scholtz, Kattowitz; Alex. Simonowitz, Charlottenburg, Max Simonsohn, Posen. Problem No. 7. Von einem berühmten Komponisten. Schwarz (fünf Figuren). HS in $M n ■ Iii BP lu iB T ■ IIP IP ■ » iü ■ ]j§ Aw> IUP ■ % §§§ ÄJL H BP 9 ä §§§ ÜP m HP Hf ü % Wßß ^iiP Ä * Weiss (vier Figuren). Weiss zieht und setzt im dritten Zuge matt. BERICHTIGUNG. Zu dem Leitartikel im Juniheft von „Ost und West" erhalten wir folgende Zuschrift: Kopenhagen, 7. Juni. Sehr geehrter Herr Klausner! Wenn der wertvolle Aufsatz in „Ost und West" nicht von Ihnen wäre, würde ich den oft publizierten und mehrfach korrigierten Fehler nicht beanstanden, aber — der Conseilpräsident Zahle hat mit dem Judentum weiter gar nichts zu tun, als dass er eine jüdische Frau hat. Dagegen sitzt im Kabinett als erster jüdischer Minister unseres Landes, Ed. Brandes, (und ausserdem der Judenstämmling Weiman). — Auch in Ihren Mitteilungen über England wäre verschiedenes zu berichtigen: 1. Der Sollicitor-general heisst Sir Rums Isaacs. 2. Der Kanzler für Lancaster war Sir Herbert Samuel, jetzt ist dieser Postmaster-general (auch im Kabinett). Nachdruck verboten. 3. Sein Vetter, Edwin Samuel Montague ist Untersekretär für Indien. (Sein Vater Samuel Montague, jetzt Lord Swaythling, ist kein Beamter). 4. Sir Matthew Nathan war Gouverneur in Natal (jetzt ist er Sekretär des Postmaster-general), so dass das . ganze englische Postwesen von 2 Juden geleitet wird. Ausser dem von Ihnen genannten Nathan in Indien, sind noch 2 Brüder in hohen Stellungen, sodass 4 Brüder gleichzeitig in hohen verantwortlichen Staatsstellungen sind, was sehr selten vorkommen dürfte. Uebrigens war auch der Vater des von Ihnen genannten Bürgermeisters von Rom ein englischer Nathan. (Seine Mutter war Italienerin, eine geborene Roselli, mit Mazzini eng befreundet). Ob er mit den genannten 4 Brüdern verwandt ist, weiss ich nicht. Ihr in Hochachtung ergebener D. Simonsen. DER VEREIN ZUR PFLEGE HEBRAEISCHER MUSIK ZU BERLIN. Von Albert Kellermann, Dirigent des Chores der Neuen Synagoge zu Berlin. Nachdruckverboten. Wenn ich die folgenden Zeilen veröffentliche, so mag der Grund hierfür darin gesucht werden, dass die Bestrebungen, die der von mir am 18. Februar 1904 begründete Verein „zur Pflege hebräischer Musik" bezweckt, leider noch nicht die weiteren jüdischen Kreise genügend interessieren. Wenn auch der Besuch der Konzerte, die wir alljährlich geben, gross ist, wenn auch die jüdischen Zeitungen and die Tagespresse unsere in den Konzerten gebotenen Leistungen sehr günstig beurteilen, so sind doch die Schwierigkeiten, mit denen wir zu kämpfen haben, noch iecht gross, und es bedarf der hingebendsten Arbeit aller derer, die bisher ihre Kraft unserer idealen Sache gewidmet haben, um unsere Ziele zu ereichen und auf dem Weg, den wir beschritten haben, immer weiter vorwärts zu kommen. Haben schon andere Vereine, die nur musikalischem Interesse dienen, grosse Summen nötig, die vollauf zur Durchführung ihrer Zwecke gebraucht werden, so bedürfen wir, die wir neben dem musikalischen Interesse auch wissenschaftliche Ziele verfolgen, erst recht der Mittel. Denn unser Zweck geht einesteils dahin, in öffentlichen Konzerten und Vorträgen dem Publikum Darbietungen religiöser und. häuslich jüdischer Musik zu bringen und neben älterer jüdischer Musik auch Werke lebender jüdischer Komponisten aufzuführen, die aus irgend welchen Gründen in den Synagogen nicht aufgeführt werden können. Wir wollen aber auch wissenschaftlichen historischen Zwecken dienen und vor allem in den Bibliotheken des Auslandes Nachforschungen pflegen, oh und wie wir alte oder ältere Originale zur Verwertung unserer Interessen finden können. Auch von Privatpersonen, die sich im Besitz wertvoller Manuskripte befinden, wollen wir Ewerbungen versuchen. Und da sich das Gebiet unserer Interessen auch auf das Ausland bezieht (ich denke z. B. an England, Spanien, Russland), so sind die Mittel, deren wir bedürfen, nicht gering. Dies der eine Wunsch, den wir hegen und den zu erreichen uns hoffentlich gelingen wird. Ein anderer Wunsch, speziell für die Berliner, ist der, es möchten immer weitere Kreise der Gesellschaft sich aktiv an unsern Aufführungen beteiligen, indem sie sich als singende Mitglieder unseres Vereins betätigen. Wenn hier in Berlin besonders die grösseren Gesangvereine hauptsächlich aus jüdischen singenden Mitgliedern bestehen, se brauchten sich unsere Glaubensgenossen wahrhaftig nicht zurückzuhalten, die ehrwürdigen und heiligen Gesänge unserer Altvordern (in alter oder moderner Fassung) zu singen. Der Einwurf, der mir hier gemacht werden könnte, man verstände vor allem den Text nicht, wird hinfällig, wenn ich darauf hinweise, dass unsern Texten immer die Uebersetzung beigegeben wird, und dass ja

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