Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 10 (1910)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1910)
- Article
- Die deutsche Bibel
- Date
- 1910-05-01
- Page
- Seite 301 - 302 (sequence 3)
- Language
- German
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301 M. A. Klausner: Die deutsche Bibel. 302 22. Stelle. 6ott der ßerr baute die Rippe, bie er vom (Densd)en genommen, 311 einem Weibe unö führte es 311 bem CDensd)en. 23. Der (Densd) sprach: Diesmal ist es Bein von meinem Bein, fleisch; von meinem fleisch; — öiese soll (Dännin Geissen, benn vom (Dann ist biese genommen. 24. Darum verlässt ber (Dann Vater unb (Dutter unb sdjliesst sich; seinem Weibe an, unb beibe werben ein fleisch;. 25. Beibe waren nacht, ber (Densch; unb sein Weib, unb schämten sich; nicht. III. 1. Die Schlange, klüger als alles feldgetier, bas Gott ber ßerr gemacht, sprach; 3um Weib: ßat Gott wirklich; gesagt, ilyr sollet von keinem 2. Baum bes Gartens essen? — Das Weib antwortete. ber Schlange: Von ben Baumfrüd;ten 3. im Garten bürfen wir essen, nur von bem Baum in ber CDitte bes Gartens h;at Gott gesagt: esset nid)t bavon unb rühret ihn nicht 4. an, bamit ih;r nid)t sterbet. — Die Schlange sprach; 3um Weib: Ih;r würbet ja gar nid)t 5. sterben; fonbern Gott weiss: an bem Zag, an bem ih;r bavon esset, werben eure Bugen auf* getan sein, werbet ih>r fein wie Gott, gutes 6. unb böses erkennenb. — Das Weib sah;, bass ber Baum gute Ha^rung biete, bass er eine Bugenweibe sei, lieblich; an3usch;aun. Sie nah;m von seiner frud)t unb ass, gab auch; 7. ihrem (Dann alsbalb bavon, unb er ass. Da würben Beiben bie Bugen aufgetan, bass sie merkten, sie seien nackt. Sie fügten Blätter vom f eigenbaum 3usammen unb machten sid; Sch;ür3en. 8. Sie hörten bie Stimme Gottes bes ßerrn, ber bei sinkenbem Zage im Garten wanbelte, unb (Densch; unb Weib verbargen sich; vor Gott 9. bem ßerrn unter ben Gartenbäumen. -Gott ber ßerr sprach; 3um (Densch;en: Wo bist bu? 10. Dieser antwortete: Ich; horte beine Stimme im Garten unb scheute mid), weil ich; nackt bin. 11. barum versteckte ich; mich;. — Wer h;at bir gesagt, bass bu nackt bist? F5ast bu etwa von bem Baum gegessen, von bem 3U essen 12. ich; bir verboten h;abe? — Darauf Bbam, ber (Densch;: Das Weib, bas bu neben mich; gesetit h)ast» hQt mu* von oem Baum gegeben, 13. unb id) ass. — Gott ber ßerr sprach; 3U bem Weib: Was hast bu ba getan? Das Weib antwortete: Die Schlange h;at mid; verführt, 14. bass ich; ass. — Gott ber ßerr sprach; 3ur Schlange: Weil bu bas getan h;ast, sollst bu verflucht sein vor allem Vieh;, vor allem f elbgetier! Buf beinern Bauch; sollst bu kriechen 15. unb Staub essen all beine Cebetage! feindsch;aft serje ich; 3wisch;en bich; unb bas Weib, 3W*isch;en bein unb ihr Geschlecht. Dieses wirb bir ben föopf 3ertreten, bu wirst jenes 16. in bie ferse stechen. — 3u bem Weib sprach; er: Die Beschwerben beiner Schwangerschaft will ich; viel, viel sein lassen. Unter Sch;mer3en wirst bu fttnber gebären. Du wirst nach; bem (Dann verlangen, unb er wirb über bich; 17. herrschen. — 3u Bbam sprach; er: Weil bu auf bie Stimme beines Weibes gehört unb von bem Baum gegessen h;ast, von bem ich; bir befohlen habe, bu sollest nicht bavon essen, sei um beinetwillen bas Crbreich verflucht, bass bu mit (Düh;en bich; nährest alle 18. beine Cebetage. Dornen unb Disteln soll es bir spriessen lassen, f elbkraut sollst bu essen. 19. Im Sch;weiss beines Bngesichjts sollst bu Brot essen bis 3U beiner Rückkehr 3*ar Crbe, von ber bu genommen worben. Denn Staub warst bu, unb 3um Staub wirst bu 3urückkeh;ren! 20. Bbam nannte sein Weib: C\?a — (Dutter — weil sie bie (Dutter altes Cebenben würbe. 21. Gott ber ßerr machte für Bbam unb sein Weib Röcke von feil unb bekleibete sie. 22. Gott ber ßerr sprach: Ist bod) ber (Densch mir gleich geworben, erkennt gut unb böfe — jer5t braucht er ,nur noch seine ßanb aus= 3ustrecken unb auch; vom Baum bes Cebens 3U nehmen unb 3U essen, so lebt er ewig! 23. Darum fch;ickte Gott ber ßerr ihn fort aus bem Garten Cben, um bas Crbreich 3u be= 24. arbeiten, von bem er genommen worben. Cr vertrieb ben (Denschen unb stellte ostwärts vom Garten Cben bie Cherubim mit kreisen* ber Schwertklinge, um ben Weg 3um Baum bes Cebens 3U hüten.