Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 10 (1910)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1910)
- Article
- Die Juden von Nordafrika, ihre Verbreitung und Abstammung
- Date
- 1910-05-01
- Page
- Seite 297 - 298 (sequence 8)
- Language
- German
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297 Ernst von Hessef-Wartegg: Die Juden von Nordafrika, ihre Verbreitung und Abstammung. 298 Tagendhaften mit Moses und Aron (.....unverständlich) Platz unter dem Baum . . . versichern ihr bestimmten Anteil . . . Schicksal . . . und lässt auch seinen toten Yerwandten .... Einzelne Stellen der Grabsteine, durch Punkte angedeutet, sind unleserlich. Die jüdische Wiedergabe der Inschriften ist in der Aussprache des Rabbiners Mardkhai Cohen, also die in Tripolis unter den Juden gebräuchliche. Der genannte Rabbiner hat über seine Reisen unter den Juden von Tripolis ein eigenes Werk in jüdischer Sprache geschrieben, dää^zur Drucklegung bereit ist. Bei seinen geringen Einnahmen und sanier grossen Familie fehlen aber diesem Gelehrten die Mittel, das Buch im Druck erscheinen zu lassen. Vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, dass ihm von Europa finanzielle Unterstützung zu teil wird, deren er sicher wert ist. Es gibt heute leider nicht mehr viele, die sich einem so brotlosen Beruf hingeben. DIE DEUTSCHE BIBEL. Ein Versuch. Von M. A. Klausner. Nachdruck verboten. Die Bibel ist das erste Buch, das in andere Sprachen übertragen worden ist. Die Zahl der Uebersetzungen, die sie gefanden hat, ist sehr gross. Die Notwendigkeit immer erneuten Versuchs, nicht bloss durch den natürlichen Wandel der Uebersetzungssprachen bedingt, beweist die besondere Schwierigkeit ebenso sehr, wie den Wert, den man auf getreue und würdige Wiedergabe zu legen nicht aufgehört hat. Fast konnte es scheinen, als hätte man nur die Wahl zwischen genauester Anschmiegung an das Original, wobei dem Geist der Uebersetzungssprache Gewalt angetan wurde, oder einer freien Behandlung des Urtextes, unvereinbar mit der Ehrfurcht, die dieser beansprucht. Hielt doch eine an sich löbliche Pietät sogar an Missverständnissen fest, die mit der Zeit als nicht zu missende Eigenheiten galten und beinahe die Meinung hervorriefen: das Bibelwort müsse ungefüge sein und durch jede Sprache fremdartig hindurchklingen. Im Folgenden wird ein abermaliger Versuch gezeigt, die ersten drei Kapitel der Genesis umfassend. Darin bestimmt das heilige Original unbedingt den Wortlaut, für die Form ist einzig das Gesetz der deutschen Sprache massgebend. I. 1. 10. Am Anbeginn tyat Gott ben Bimmel unb bie €rbe geschaffen. 2. Die €rbe war wüst unb wirr, Finsternis über bem Geschiebe, gewaltiger Sturm über ben Wassern. 3. Gott sprad): Cicrjt werbe! — Cid)t war. 4. Gott fah): bas Cidjt war gut. Gott trennte 5. Cid)t von Finsternis. Gott nannte bas Cid)t: Tag, bie Finsternis: Uad)t €s würbe flbenb, es würbe (Dörgen — ein Tag. 6. Gott fprad): ODitten burd) bas Wasser 3°ie\)e sid) eine feste Wanb, Wasser von Wasser 7. [cfyeibenb! Gott machte bie feste Wanb, 3wifcr;en bem Wasser barunter unb bem Wasser barüber fcfyeibenb. — So geferjar; es. Gott nannte bie feste Wanb: Bimmel. £s würbe flbenb, es würbe (Dörgen — ber 3weite Tag. Gott sprad}: Das Wasser unter bem Bimmel sammle sich; an einen Ort, unb "Trockenes werbe sichtbar! — So gesajal} es. Gott nannte bas Trockene: Canb, bie Wasser* ansammlung nannte er: (Deer. Gott sah): es war gut. 8. 11. Gott sprad): Die €rbe lasse Gewäcfys spriessen, Braut, bas Samen bringt, ben Frud)tbaum, ber samenrjaltenbe Frücht seiner flrt trägt auf ber Crbe! — So gescfyab es: bie €rbe brachte Ge* wäd}s tyervor, Braut, bas Samen seiner Art trug, ben Frudjtbaum, ber samenbergenbe Frud)t seiner Art trug. Gott sal): es war gut. €s würbe Abenb, es würbe (Dörgen — ber britte Tag. Gott sprach;: Cicfyte feien an ber Bimmelsfeste, bass sie 3wisd)en Tag unb Dacr;t schreiben! Sie sollen 3eid)en sein für 3eiten, für Tage unb Jafyre. Sie sollen Cicfyte sein an ber ßimmels* feste, um über bie Crbe 3U leuchten. So geschah) es: Gott machte bie 3wei grossen Cid)te — bas grössere, bass es am Tage herrsche, bas kleinere, bass es 3ur Hacr^eit r>errsd)e - unb bie Sterne. Gott setjte sie an bie Bimmelsfeste, um über bie Crbe 3U leuchten, um am Tage unb 3ur Tlacr;t3eit 3U t)errsd)en, um 3U scfyeiben 3wisd)en Cid>t unb Finsternis. Gott faf): es war gut. £s würbe Bbenb, es würbe (Dörgen — ber vierte Tag. 12. 13. 14. 15 16, 19.