Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 10 (1910)
- Issue
- Heft 3 (März 1910)
- Article
- Die siebente Tagung der deutschen Conferenz-Gemeinschaft der Alliance Israélite Universelle
- Date
- 1910-03-01
- Page
- Seite 195 - 196 (sequence 1)
- Language
- German
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tSö 196 fiV\\Vv'" .....""W/Z "V MITTEILUNGEN "'4. dü5 dem Deutschen Bureau der no m cm; Berum.in 2^. Alllance Jsraelffe Universelle ^n-ikt 0ranienöurgersrn4?43__ DIE SIEBENTE TAGUNG DER DEUTSCHEN CONFERENZ-GEMEINSCHAFT DER ALLIANCE ISRAEL1TE Am 8. Februar hat im grossen Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes der Jüdischen Gemeinde die siebente Tagung der Deutschen Conferenz- Gemeinschaft der A. I. U. unter dem Präsidium des Herrn Geheimrat Goldberger- Berlin stattgefunden. Die Beratungen, die um 9 72 Uhr morgens begannen, währten mit einer "kurzen Pause bis zum Abend. Der Besuch war, wie immer, überaus rege. Aus allen Teilen Deutschlands waren die zur Teilnahme Berechtigten mit den Mitgliedern des Berliner Lokal-Comites erschienen oder hatten legitimierte Vertreter entsandt. Vom Central-Comite in Paris war dessen Geschäftsführer Herr Jacques Bigart delegiert. Auch die Mitglieder des Berliner Lokal-Comites hatten sich fast sämtlich eingefunden. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde vom Vorsitzenden vorgeschlagen und von der Versammlung beschlossen, nachstehende Depeschen abzusenden: Präsident Leven, 45, Rue la Bruyere, Paris. Bei Beginn ihrer siebenten Tagung entbieten die Mitglieder der Deutschen Confurenz Gemeinschaft verehrungsvollen Gruss dem hochverehrten Präsidenten des Central - Comites der Alliance Israelite Universelle, auf den sie mit unerschütterlichem Vertrauen blicken, und mit dem sie sich eins wissen in Hingebung und Treue für das gemeinsame Werk der Menschenliebe. Der Vorsitzende Goldberger. Bezirksrabbiner Dr. Salvendi, Bad Dürkheim. Die zur siebenten Tagung versammelte Deutsche Conferenz-Gemeinschaft begrüsst in treuer Gesinnung herzlich ihren verehrten Freund, dessen Teilnahme an den bevorstehenden Beratungen sie schmerzlich vermisst. Der Vorsitzende Goldberger. Im Wechsel telegramme ein: trafen folgende Begrüssungs- UNIVERSELLE. Nachdruck mit Quellenangabe gestattet. Präsident Goldberger, Rosenstrasse 2, Berlin. Nous remplissons un devoir agreable en vous exprimant ä vous et ä vos colle^ues notre reooanaissance pour les magnifiques resultats acquis. Nos voeux cordiaux pour le succes futur de votre feconde action. Leven. Conferenz-Sitzungssaal Rosenstr. 2, Berlin. Herzlichste Grüsse mit dem Wunsche segensreicher Beratung sendet dem hochlöblichen Präsidium und allen hochgeehrten Herren Kollegen Ihr getreuer Salvendi. Alsdann wurde in die Tagesordnung eingetreten, die folgenden Wortlaut hatte: 1. Rechenschafts- und Arbeitsbericht des Präsidiums iür das Jahr 1^09 und Arbeitsplan für 1910. (§ 9 der Satzungen.) 2. Bericht der Mitglieder über ihre Bezirke. 3. Anträge von Mitgliedern. L Beschlussfassung über etwa nach Paris zu richtende Anträge. Wahlen. 6. Unvorhergesehenes. Dem Vortrag des Vorsitzenden zu Punkt 1 der Tagesordnung seien auszugsweise folgende Stellen entnommen: „Dem diesmaligen Bericht schicke ich innigen Dank an Gott vorauf, der uns schmerzliche Verluste in unserer engeren Gemeinscbalt ferngehalten hat. Dem verehrlichen Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde habe ich in unser aller Namen Dank dafür auszusprechen, dass er uns wieder diesen schönen Saal für unsere Beratungen zur Verfügung gestellt hat.' Während der ersten drei Quartale 1909 habe ich mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Conferenz - Gemeinschaft ständigen Meinungsaustausch über alle wichtigen Fragen gepflogen. Seit Beginn des vierten Quartals habe ich die Präsidialgeschäfte allein führen müssen, da unser Freund, Herr Philipp Schiff*, seiner Ihnen