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Ost und West · 1910-01-01 · Heft 1 (Januar 1910) · p. Seite 37 - 38

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Journal
Ost und West
Volume
10 (1910)
Issue
Heft 1 (Januar 1910)
Article
Schach
Date
1910-01-01
Page
Seite 37 - 38 (sequence 2)
Language
German
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37 Dr. Emaauel Lasker: Schach. 38 29. Kcl—c2 30. Th5—h7 31. Ld3—f5 32. Th7—hl Lf6—e7 TfS—g8 Sd7—f8 b7—b6 In. seiner „angstvoll fürchterlichen Enge" macht Schwarz einen verzweifelten Vorstoss, gibt sich dabei aber nur noch mehr Blossen. 33. Le3—f4 .... Wenn c6 x b5, c5—c6. 33. 34. b5 x c6 35. Thl—h8 36. c6—c7| 37. c5—c6 Sf8—d7 Tg&-f8 Txh8 Kd8—c8 Aufgegeben. Eine durch Anlage wie Ausführung gleich bedeutende Partie. HERMANN SENATOR. (Mit Porträt). „Und wenn es köstlich gewesen, ist es Mühe und Arbeit gewesen," so kann mit den Worten des Psalmisten Hermann Senator, der am 6. Dezember sein 75. Jahr vollendet hat, sagen, wenn er sein Leben an sich vorübergehen lässt. Denn Mühe und Arbeit haben ihn begleitet, von den Tagen an, wo er als primus omnium am Gymnasium in Posen die Abschiedsrede hielt, wo er als Student bei dem kärglichen Schein einer Gaslaterne, der von der Strasse her in sein Zimmer fiel, seine Kolleghefte ausarbeitete, wo er in einem Arbeiterviertel Berlins seine praktische Tätigkeit begann, bis zu den Zeiten des gefeierten akademischen Lehrers, des Arztes, dessen Rat auch die Höchsten der Erde begehrt, des]Präsidenten der grössten und angesehensten medizinischen Körperschaft nicht nur Deutschlands, sondern der Welt. Nichts von dem vielen, was er erreicht, ist ihm in den Schoss gefallen. Denn keine Protektion stand ihm zur Seite, seinen Weg ebnend; nicht einmal von der üblichen Laufbahn des Assistenten und Schülers einflussreicher klinischer"Lehrer aus ist er zu den einzelnen Staffeln seiner Würden emporgestiegen. Auch in der Gelehrtenrepublik trägt, wie in der französischen, jeder Soldat den Marschallstab im Tornister. Aber wenn irgendwo, heisst es hier: viele sind berufen, wenige nur auserwählt. Senator zählt zu den wenigen Auserwählten, denen es gelungen ist, vom einfachen praktischen Arzt sich zum berühmten klinischen Meister emporzuarbeiten, ohne andrer Stützen, als sie reiche Begabung und eiserner Fleiss verleihen. Sein äusserer Lebensgang ist rasch erzählt. Am 6. Dezember 1834 zu Gnesen geboren, studierte er 1853—1857 zu Berlin, wurde 1858 Arzt, 1868 Dozent an der Universität, 1873 ausserordentlicher und 1899 ordentlicher Honorarprofessor. Et leitete zuerst 1875 bis 1888 die innere Abteilung "*des Augustahospitals, Nachdruck verboten. dann die Königliche Universitätspoliklinik und III. med. Klinik der Charite und ist zurzeit Direktor des Königlichen Poliklinischen Institutes für innere Medizin, das in einem prächtigen Neubau an der Ziegelstrasse gelegen ist. So hat er ausschliesslich der Berliner Universität angehört, und nur der Feldzug von 1870—71, den er ebenso wie den von 1866 als Stabsarzt mitmachte, hat ihn für längere Zeit der Hauptstadt entführt. An reichen äussern Ehrungen hat es ihm nicht gefehlt. Ausser dem eisernen Kreuz besitzt er hohe Orden, deren letzter, der Kronenorden II. Klasse, ihm anlässlich seines 50 jährigen Doktorjubiliäums verliehen wurde. Die verschiedensten gelehrten Gesellschaften haben ihn in Ehrenstellungen gewählt und nach dem Tode von Bergmanns wurde er im Jahr 1907 Präsident der Berliner medizinischen Gesellschaft, ein Amt, das vor ihm die grössten Zierden der Berliner Fakultät, wie Langen- Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Hermann Senator. ^ck, Virchow von Bergmann bekleidet und das die ..höchste Auszeichnung ist, die die Berliner Aerzteschaft zu vergeben hat. Auf zahl: reichen nationalen wie internationalen Kongressen hat er die Verhandlungen seiner engeren Fachkollegen geleitet, und an den verschiedenen Jubiläen, die er gefeiert, oder besser gesagt, deren Feier er sich nicht entziehen konnte — denn in schlichter Bescheidenheit ist er jedem Prunke abhold — haben staatliche Behörden, Universität, Aerzteschaft den lebhaftesten Anteil genommen. Freilich sind ihm auch Kränkungen mancher Art nicht erspart geblieben. Aber, soweit sie herrschenden Zeitströmungen ihren Ursprung verdanken, hat er sie ertragen, ohne je nur um Haaresbreite von seiner Ueberzeugung abzuweichen. Und dieselbe Abgeklärtheit seines Wesens, die stoische Gemütsruhe hat ihn auch nicht verlassen, als im letzten Jahre sich die Verleumdung an ihn herandrängte und als er seinen 1 Ö Jfc V wtk *. . -■•Ii- . < % < \: ' - I«"/,V,:; . wm f *-4 M; %: <fr: \ r t .

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