Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 10 (1910)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1910)
- Article
- Schach
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 35 - 36 (sequence 1)
- Language
- German
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35 36 Unser zweites Problem hat verschiedene vorzügliche Eigenschaften. Mit dem ersten Zuge Kc6—b7 geht der König vom sicheren Felde in die Gefahr. Schwarz kann ihm dort auf vier verschiedene Weisen Schach bieten. Die Entschädigung ist, dass der König den wichtigen Platz c6 für den Springer d8 räumt, so dass gegen das drohende D x e3 Abhilfe geschaffen wird. Ein Reiz'der Lösung liegt in dem Gedanken, dass trotz seiner vielfachen Drohungen und der Menge seiner Figuren Weiss nur durch einen anscheinend unbedeutenden und sogar gefährlichen Zug das gesteckte Ziel zu erreichen vermag. Es gibt sechs verschiedene Matts: I. Del—bl (oder b2)f Le3—b6 II. f7—f6f Sd5—e7 III. f7—f5f d6—d7 IV. Sg8—e7 d6xe7 V. Sf3—d4 Le3xf4 VI. Beliebig anders Sd8—c6 . Richtige Lösungen und Varianten kamen von Luise Achilles, Berlin; Manfred Berliner, Hannover; Leo Brandt, Landsberg a. W.; Curt Cohn, Cöpenick; Walther Feilchenfeld, Berlin; Walther Fuchs, Karlsruhe (Baden); Ignatz Gröger, Bromberg; Ernst Haarburger, Stuttgart; Gottfried Gumbel, Heilbronn; Julius Josefovic, Bochum; Jakob Kohnstamm, Nürnberg; Joseph Landau, Memel, Georg Löb, Berlin; Wilhelm Rettich, Leipzig; Leo Rosanes, Danzig; Leo Scherek, Posen; Alexander Simonowitz, Charlottenburg; Emmerich Wellisch, München. — Ferner von: Walter Kirstein, Berlin; Hermann Loeb, Bingen; Josef Wallenberg, Suczawa. Herr Manfred Berliner, der Gewinner des Preises für Lösung von Problem Nr. 1, teilt uns mit, dass er zwar, die Lösung einsendet, doch nicht wünscht, dass sie konkurriere. Zwischen den anderen Lösern hat wieder das Los entschieden. Der Preis ist Herrn Leo Rosanes, Danzig, zugefallen. Problem Nr. 3 von Max J. Meyer. Schwarz (drei Stücke) SCHACH. Redigiert von Dr. Emanuel Lasker. Nachdruck verboten. Partie Nr. 3. Aus dem Turnier der Berliner Schachgesellschaft. iWeiss: Schwarz: Hartenheim. Bodenstein. ■ ■ Wi ÜÜ ä w% wwz> S9k n Ii k ■ wm. j%gäg£ vom WM B II k ■ WM m „„„„ wfflfc W «i ■ ■ 4 ■ §§ ä §§§ ' üp 11 §§§ ■ §§ HP ä » 1. e2—e4 2. e4xd5 3. Sgl—f3 4. Lfl—e2 d7—d5 Dd8xd5 Lc8—g4 Sb8—c6 Schwarz konnte nicht e7—e5 ziehen, weil dann Sbl—c3 folgte und die angegriffene Dame durch die Verpflichtung, e5 zu decken, sehr behindert gewesen wäre. 5. d2—d4 0—0—0 6. c2—c4 .... Eine interessante Spielweise, deren Idee ist, ohne Zeitverlust der Dame dl das Feld a4 zu verschaffen und so dem Turme d8 ein gutes Teil seiner Wirksamkeit, dem intendierten e7—e5 viel von seiner Wucht zu nehmen. 6..... Dd5—h5 Wenn Dd5—a5f; 7) Lei—d2, Da5—b6; 8) d4—d5, Db6xb2; 9) Ld2—c3, Db2—b6; 10) Sbl—d2 mit scharfer Attacke, die den Bauernverlust mehr als aufwiegt. 7. Lei—e3 e7—e6 8. Sbl—c3 Lf8—d6 9. Ddl—a4 Sg8—f6 10. 0—0—0 .... Droht c4—c5 gefolgt von b2—b4. 10..... Dh5—a5 11. h2—h3 Lg4—h5 12. Da4xa5 Sc6xa5 13. g2—g4 Lh5—g6 14. c4—c5 Ld6—e7 15. b2—b4 Sa5—c6 16. b4—b5 Sc6—b8 17. Sf3—e5 .... Weiss ist bestrebt, möglichst viel Terrain zu beherrschen. Er droht nun h3—h4. 17..... 18. Sxd5 19. h3—h4 20. Se5xg6 21. Le2—d3 Mit einfachsten Miltein bringt Weiss die Stellung des Gegners zu Falle. Wenn nun g6—g5, so gewinnt Ld3—f5f. Sf6—d5 e6x d5 f7—f6 h7xg6 Weiss (sieben Stücke) Weiss_zieht und setzt im zweiten Zuge matt. 21. f6—f5 22. g4x f5 Le7xh4 23. f 5 x g6 Td8—f8 24. Thl—h2 Lh4—f6 25. Tdl—hl Th8xh2 26. Thlxh2 Kc8—d8 27. Th2—h5 c7—c6 28. a2—a4 Sb8—d7