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Ost und West · 1906-03-01 · Heft 3 (März 1906) · p. Seite 205 - 206

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Journal
Ost und West
Volume
6 (1906)
Issue
Heft 3 (März 1906)
Article
Das Landwirtschaftswerk der Alliance
Date
1906-03-01
Page
Seite 205 - 206 (sequence 3)
Language
German
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205 Das Landwirtschaftswerk der Alliance. 206 P>SEP .R5.fl Schlosserei und Schmiederei der Gesellschaft ,,Le Travail" unter der Aufsicht der „Alliance Israelite Universelle" zu Constantine (Algier). Zum [Schluss geben wir deu offiziellen Bericht über die oben erwähnte Berliner Tagung vom 13. Februar d. Js. wieder: „Schon seit mehreren Jahren waren unter den deutschen Mitgliedern des Zentral-Komitees der „A. I.U." (Alliance Israelite Universelle) Bestrebungen im G-ange, um zunächst innerhalb des eigenen engeren Kreises und weiterhin unter deu deutschen Komitees der „Alliance" überhaupt einen festeren Zusammenschluss, und damit eine leistungsfähigere Organisation, der im Dienste der Alliance sich betätigenden deutschen Kräfte zu schaffen. Diese Bestrebungen sind nunmehr zu einem erfreulichen Abschluss gediehen. Am 13. Februar vereinigten sich zu Berlin unter dem Vorsitze des Geheimen Kommerzienrats Goldberger eine beträchtliche Zahl von Vertretern der „Alliance" aus allen Teilen des deutschen Vaterlandes. Das Hauptergebnis der Beratungen war, dass sich die Deutsche Konferenzgemeinschaft der „Alliance" als eine freie Vereinigung deutscher Mitglieder des Zentral-Komitees der „A. I. U." mit dem Sitz in Berlin fest konstituierte und Satzungen beschloss. Danach ist der Zweck der Deutschen Konferenzgemeinschatt der, die deutschen Mitglieder des Z. K. (Zentral-Komitees) zu vereinigen, um in Anpassung an die allgemeinen Satzungen und an die Verfassung der A. I. IL, deren Aufgaben und Interessen in gemeinsamer Arbeit zu fördern. Die Deutsche Konferenzgemeinschaft bildet im Einverständnis mit dem Z K. in Paris die Zentralstelle für die Organisation und Verwaltung der „A. I. U." in Deutschland. Ihre Geschäftsführung wird durch ein Bureau in Berlin bewirkt, das die Bezeichnung führt: „Deutsches Bureau der Alliance Israelite Universelle." Das Bureau untersteht der Leitung des Vorsitzenden der Deutschen Konferenzgemeinschaft, der seinen Wohnsitz in Berlin haben muss. Mindestens alljährlich einmal beruft der Vorsitzende eine Tagung der Mitglieder nach Berlin oder anderswohin in Deutschland. Den regelmässigen Jahrestagungen der Konferenzmitglieder wird ein Alliancetag angegliedert, zu dem alle Arertreter der deutschen Bezirks- und Lokal-Komitees einberufen werden und alle Mitglieder der „Alliance" Zutritt haben. Auch sonst kann der Vorstand der Konferenzgemeinschaft einen Alliancetag einberufen, wenn er es für erforderlich erachtet. Auf diesen Versammlungen wird über die allgemeine Lage der „Alliance" sowie über Schritte, die im Interesse der Glaubensgenossen in Gemässheit des Artikels 1 der Statuten der A. I. U. notwendig sein sollten, beraten werden. Der Vorstand der Deutschen Konferenzgemeinschaft besteht aus sechs Mitgliedern: aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und vier Beisitzern. Gewählt wurden: zum Vorsitzenden Herr Geheimrat Goldberger- Berlin, zum stellvertretenden Vorsitzenden Herr Charles Hallgarten-Frankfurt a. M., zu Beisitzern die Herren Rechtsanwalt Joh. Behrendt-Danzig, Sally Flörsheim- Dortmund, Rabbiner Dr. Frank in Köln a. Rh. und Theodor Oschinsky-Breslau. Man hat ferner eine Reihe von Beschlüssen gefasst, die demnächst durch Rundschreiben allen deutschen Alliance-Komitees zur Kenntnis gebracht wrerden sollen. Die Mitglieder der Konferenzgemeinschaft haben sich bereit erklärt, die Organisation in den betreffenden einzelnen Landesteilen zu überwachen und durchzuführen. Alle Aktionen der Komitees werden künftig an der Konferenzgemeinschaft eine kräftige Stütze finden und vom Deutschen Bureau aus tunlichst einheitlich geleitet werden. Nach Erledigung .der Organisations - Angelegenheiten beschäftigte sich die Versammlung mit der Frage, wie von Deutschland aus eine Mitwirkung an den Arbeiten der Zentrale in Paris am zweckmässigsten erfolgen könne und welche Wünsche gegenwärtig in Bezug auf die Arbeiten der Zentrale zu äussern seien. Bei diesem Punkte wurde einmütig ein Beschluss gefasst, der die Erweiterung, bezw. Einführung des deutschen Unterrichts in den Schulen der „Alliance" vorsieht. Es sei nochmals erwähnt, dass die „Alliance" zurzeit in den Orientländern über 48 000 Schüler unter-

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