Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 5 (1905)
- Issue
- Heft 4 (April 1905)
- Article
- Die Jüdin
- Date
- 1905-04-01
- Page
- Seite 273 - 274 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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273 Ysaye: Die Jüdin 274 An der Sedertafel. (Xach einem alten Stich im Besitze des Herrn Louis Lamm in Berlin. S. Notiz am Schluss des Heftes.) verpfuscht, es war nichts mehr zu machen; Frau Renees das Benehmen, ich mein' so das feine, das richtige, Abgang war allen auf die Nerven gegangen. Und das, was wir haben, das lernen sie schliesslich doch siehst, Antschi, das sag' ich: schön können sie sein, nie. Man kann machen, was man will, am End' reich können sie sein, Talent können sie auch haben, aber kommt doch heraus: Die Jüdin. GLASFENSTER ] Von Felix F Meine im Hefte 5/1903 gegebenen Anregungen haben insofern erfreuliche Ergebnisse gezeitigt, als ich in der Zwischenzeit mehrfach um Rat angegangen wurde, wenn es sich um Entwürfe jüdischer Kultusgegenstände handelte. In einigen Phallen war ich zu meiner Freude in der Lage, zweckdienliche Winke geben zu können. In letzter Zeit sind nun fast gleichzeitig zwei Anfragen an mich ergangen, welche ein Gebiet berühren, auf welchem ich die jüdische Kunst sich nur ungerne betätigen sehe. Die Glasmalerei ist ein Kind der kirchlichen Kunst, bestimmt, die Kirche in mystisches Dunkel zu hüllen und die N SYNAGOGEN. u Cht Wang er. Nachdruck verboten. Wirkung des vom Hochaltare ausströmenden Lichtmeeres auf das Gemüt zu verstärken. Unserem Kultus widerstreben derlei Effektmittel, die Benutzung der Gebetbücher verbietet geradezu eine absichtliche Verdunkelung des Gotteshauses, so dass es mir unverständlich ist, wie fast gleichzeitig an mich zwei Anfragen ergehen konnten, in welcher Weise Glasfenster für Synagogen ausgeführt werden können. Ich stehe nicht an, zu erklären, dass Glasfenster so wenig — oder noch weniger — sich für Synagogen eignen, wie die Orgel. Von diesem Gesichtspunkte ausgehend, habe