Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 22 (1922)
- Issue
- Heft 3-4 (März-April 1922)
- Article
- Talmudische Fabeln und Parabeln
- Date
- 1922-03-01
- Page
- Seite 103 - 104 (sequence 1)
- Language
- German
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W3 Talmudische Fabeln und Parabeln TALMUDISCHE FABELN UND PARABELN 104 Poetisch übertragen" von M a x Wein b e r A 1 e .v ander der Große v o r den Pforten des Pa r ad i es es. Mazedoniens großer König", Alexander, sitzt beim Mähte, Speisen werden, aufge trage n, wohiverteht ■•■auf goldner Schale. Zelte stehen ausgebreitet 'längs des Ufers viele hundert, 'Ob der Schönheit jener Lande sich der groß? Kön\§f wundert. Doch des Staunens 'ist kein Evwit, ab er von dem Wasser schmeckte, Und des schönen Stromes Wasser köstlichen Oese hra ade entdeckte. Er vertont den Lauf des Stromes, innner weiter bis 2ur Quelle, Und nach langem Wandern endlich kommt er an die. rechte Stehe. Doch wie wachst des Königs Staunen, als. er umschaut allerorten Und entdeckt, daÖ er nun stelle an des Paradieses Pforten. Doch die Pforten sind verschlossen, Pochen, Hämmern ist vergebens^ Sie verwehren ihm den Eingang zu den Stätten ew'gen Lebens. Und er ruft mit lauter Stimme; „öffnet rasch mir eure Hallen, Von den Mächtigen der Erde bin (eh mächtigster von allen/' „Hier hat Erdenmacht ein fimcle, nknnmd noch ist eingedrungen-, Als der Helden allergce>»ter, (enec, der sieh selbst bedungen. £lT du diesen Kampf bestanden, diesen schwersten Kampf von allein Und hier Sieger bist geblieben, kvvnnsi du nicht in diese Halles/' Wohl, sprach drauf der große. Könne wollt ihr hindern meu? Begehven, Bitt' ich, mir zum Angedenken evr> klein' Denkstück zu verehren; Daß mein Helden heer kann zeigen, wo es hin kommt, allerorten, Daß es mit mir hingekommen dicht bis an des Edens Pforten. Darauf fliegt aus Himmels Räumen ein klein Stück- lein zu ihm nieder, Das, als roan's ihmdargeboten,- er bald an den Platz wirft wieder. ' Das ist keines Großen würdig, nicht geeignet mich zu ehren, Drum zurück mit dieser Gabe, ich verzieht' auf mein Begehren. Drauf der Magier seines Hofes ehrfurchtsvoll sich naht dem König, Sprechend: Was die Götter reichen, sollt ich meinen, ist nie wenig. Und es zeigt schon seine Schwere, daß es anders ■ ist zu achten, Als wc-nn Kinder dieser fcrde es dir zum Geschenke brachten. Als man dann das Päckchen lagert auf der hergereichten Wage, Tritt die Wahrheit seiner Rede gleich ganz sichtbarlich zutage. Denn wieviel man auch des üokles anhäuft auf der Schalen leere, Nimmermehr doch sie erreichet jener andern Schale Schwere. Und der Magier spricht zum König: „jenes Häuflein ist ein Knochen huies Menschenkopfs ein Stücklein, aus dem Schädel ausgebrochen, r> beschattete ein Auge, d&s in Wünschen unersättlich, Bis ein kleines Häuflein feie seine Habgier macht' unschädlich, Hin klein Häuflein frischer feie, auf den Knochen hingebrdtet, Jener rätselhaften Schwere auf der Stell' ein End* bereitet Und es soll den Menschen mahnen, setze Schranken deinem Streben, Denn dein Aug' ist nicht zu fidlen und so kurz nur ist dein Leben. Und der König winkt dem Magier und ließ ihn nicht weiter sprechen, Auf die Zelte zeigend, sagt er, abzubrechen, aufzubrechen. - Tarn id 4. ODOL ift als M *i r* d ~ WÄiier unentbehrlich. Freunden eitietr Z,£klxn~ paJGtat kann die ODOL Zahn Sie reinigt vortrefriieh erhält die Zähne ge sund und kräftigt da Zahnfleisch. Außer dem verhütet fte bei täglichem Gebrauch die häßliche Verfärbung der Zähne und die p£ÜQt^L mit beftem* Gewiflen empfokSen werden, Bildung vonZahnftein, DerGefchmad\ ift köfrfich erfrifchend.