Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 22 (1922)
- Issue
- Heft 3-4 (März-April 1922)
- Article
- Die zweite Ausstellung in der Kunstsammlung der jüdischen Gemeinde zu Berlin
- Date
- 1922-03-01
- Page
- Seite 73 - 74 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2583875-2584108-2584110-2591444--18445-2591469- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
73 Die zweite Ausstellung in der Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin 74 DIE ZWEITE AUSSTELLUNG IN DER KUNSTSAMMLUNG DER JUEDISCHEN GEMEINDE ZU BERLIN Von M o r i t z S t e r n. VII. VI. Varia. 252. König Eduard VI. von England (1547-1553), 1547 zu seiner Krönung. B. 253. Einvernehmen von Rat und Bürgerschaft in Breslau (1700). S. 254. Jan. Jac. Westrenen und Joh. Gat. Mamuchet v. Houdringe in Amsterdam, 1759 zur goldenen Hochzeit. S. 255. [Abraham Aaron]: Oluf (Olaus) Gerhard Tychsen in Rostock (1734-1815), 1813 zum 50 jährigen Amtsjubiläum. S. 256. Kaiser Napoleonlll. von Frankreich (1852-1870), 1870 zum Ausbruch des deutsclrfranzösischen Krieges. B. Anhang: Allgemeine Medaillen jüdischer Medailleure. 257. Philipp Aaron in Schwerin: Herzog Christian Ludwig II. von MecklenburgsSchwerin, 1749 zum Empfang desdänischenElephantenordens. S. 258—264. Jacob Abraham in Berlin: König Friedrich II. von Preußen, 1757 zum Siege bei Roßbach, 1758 zum Siege bei Zorndorf (zwei verschiedene Stücke) — König Friedrich II. und Kaiser Peter IIIvon Rußland, 1762 zum Friedensschlüsse in Hamburg — Schauspielerin Maria Amalia Finck, 1765 — Erbstatthalter Wilhelm V. der Nieder* lande und Prinzessin Wilhelmine von Preußen, 1767 zu ihrer Vermählung — Großfürst Paul Petrowitsch von Rußland, 1776 zu seinem Be* suche in Berlin. Sämtlich S. 265—285. Abraham Abramson in Berlin: König Friedrich II. von Preußen, 1783 als Förderer des Seidenbaues — Immanuel Kant in Königs* berg (1784) — König Friedrich II. von Preußen^ 1786 zu seinem Tode — König Friedrich Wilhelm IL von Preußen, 1786 zu seinem Regierungseintritte, zur Huldigung in Berlin, in Breslau, in Halberstadt, als Protektor der Akademie der Wissenschaften in Berlin, als Protektor der Akademie der Künste in Berlin, 1792 zur Huldigung in Ansbach=Bayreuth — Generalfeldmarschall Wichard Joach. Heinr. v. Möllendorf, 1793 zu seiner Ernennung zum Feldmarschall — Generalmajor Ernst Wilh. Phil. v. Rüchel, (1794) zu seinem Siege bei Kaiserslautern — Herzogl. Leibarzt Urban Friedr. Brückmann in Braunschweig, 1796 zur Heilung des Herzogs — König Friedrich Wilhelm III. von Preußen, 1798 zur Huldigung in Berlin — Kaiser Alexander I. von Rußland, 1801 zu seinem Regierungsantritte — König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und Kaiser : Alexander I. von Rußland, 1802 zur Zusammen* kunft in Memel — Prinz Heinrich von Preußen, 1802 zu seinem Tode — König Friedrich Wilhelm III. von Preußen, 1803 zur Huldigung in Erfurt, in Paderborn — Königin Luise von Preußen, 1810 zu ihrem Tode — Schulprämie. Sämtlich S. 286. Abraham Aaron in Schwerin: Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg=Schwerin, 1785 zu seinem Regierungsantritte. S. 287. Meier Löser und Sohn (Nathan) in Güstrow: Gründung des Seebades Doberan 1793. S. 288. Ascher Wappenstein in Wien: Kaiser Franz I. von Österreich, Kaiser Alexander I. von Ruß* land und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen, 1814 als Verbündete. S. 289—290. Leopold Wiener in Brüssel: König Leo? pold I. von Belgien, 1856 zum 25 jährigen Regierungsjubiläum — Renier Chaion, 1866 zum 25 jährigen Jubiläum der Kgl. numis? matischen Gesellschaft Belgiens. B. 291. Karl (Charles) Wiener in Brüssel: König Wilhelm III. der Niederlande (1860). B. In der vorstehenden Abteilung sind zunächst allgemeine Medaillen mit hebräischen Inschriften ausgestellt. Die Krönungsmedaille Eduards VI. Nr. 252 gehört zu unseren ältesten Stücken. Die Umschrift, die das Brustbild des Königs lateinisch umgibt, „Edwardus VI., durch Gottes Gnade König von England, Frankreich und Irland, Verteidiger des Glaubens und in England und Irland höchstes Haupt der Kirche, gekrönt im Jahre 1546 am 20. Februar im 10. Lebensjahre" ist auf der Rück* seite (Abb. 1) hebräisch und griechisch übersetzt, ein numismatisches Denkmal für den in England aufgekommenen Humanismus. Daß auch die Uber* Setzung ins Hebräische gewählt wurde, ist deshalb von besonderem Interesse, weil damals keine Juden in England wohnen durften. 1546 ist fehlerhaft für 1547, am 20. Februar 1546 war Eduard erst 8V2 Jahr alt. Einer Laune des Breslauer Medailleurs Kittel haben wir die hebräischen Worte auf der Medaille Nr. 253 zu verdanken. Über der Stadtansicht von Breslau steht in Wolken (im Schatten des Allmächtigen) und auf der Rückseite über einem Altar: \na UJJö (unser Schild ist der Ewige), die hebräischen Worte beidemal vokalisiert.