Mannheim
Compact Memory

Ost und West · 1905-01-01 · Heft 1 (Januar 1905) · p. Seite 57 - 58

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ost und West
Volume
5 (1905)
Issue
Heft 1 (Januar 1905)
Article
Sabbatai Z'wi
Date
1905-01-01
Page
Seite 57 - 58 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2583875-2583931-2583933-2591267--04807-2591340
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Dr. E. Finkel: Sabbatai Z'wi. 58 ihm zu bekennen, so könnte dies niemals besser und rühmlicher geschehen, als in Gegenwart des Sultans. Auf diese lächerliche Weise endigte der Messiasschwindel, der so viel Aufsehen erregt hatte. Die verblendeten Anhänger des Betrügers wurden überall verhöhnt und verspottet, ja selbst Kinder liefen ihnen in den Strassen nach, ihnen den Spottnamen „Poustai" zurufend. Ein Gefühl der Bestürzung und der Schani bemächtigte sich der Betörten, die nur allzuspät einsahen, wie leichtgläubig sie gewesen. DAS WASSER IM BILDERSCHMUCKE DER ALTTESTAMENTLICHEN DICHTER UND PROPHETEN. Von Prof. Dr. Aug. Wünsche (Dresden). Wie in allen heissen Ländern das Wasser eine grosse Rolle spielt, so auch in Palästina, und zwar hier um so mehr, als viele seiner kleinen Flussadern, die es der Quere nach durchschneiden, nur durch die Winter- und Frühjahrsregeu gespeist werden. Fielen diese Regen nicht reichlich genug, so versiegten bei der Hitze des Sommers die Flüsse, und die Vegetation verdorrte und wurde zu Staub. In der Genesis ist vielfach von Brunnen die Rede, welche gegraben werden, um das Vieh zutränken. Nicht selten enlstand um den Besitz solcher Brunnen heftiger Streit (s. Gen. 21, 25; 26, 18 ff.). Für den dem Sonnenbrande ausgesetzten Wanderer war ein Trunk frischen Brunnenwassers ein Labsal (Spr. 25, 25), das man ihm nichtverweigern durfte. Besondere Freude erregte das aus Felsen hervorquellende, kristallhelle Wasser. Zuweilen war Palästina aber auch erschrecklichen Wasserkatastrophen ausgesetzt. Anhaltende Regengüsse und gewaltige Sturzregen führten Ueberachwemmungen herbei, die das Erdreich, besonders die lockere Bodenkrume, mit allem, was darauf wuchs, mit sich fortrissen. Ebenso wie im Licht, Wind, Schnee und Eic, lag auch im Wasser für den Hebräer etwas Geheimnisvolles, das er sich nicht zu erklären vermochte. Er brachte es unmittelbar mit den Wundern der Schöpfung in Zusammenhang. Der Ewige selbst ha1 es als Ozean an den Himmel gebunden (Ps. 104. 3), er hüllt es'tin*die Wolken (Spr. 30, 4), aus denen es in Tropfen auf die Erde niederrieselt (Hi. 36, 27 ff.; Jes. 44, 3). Dem Himmelsozean entspricht das Meer, es nimmt alle Flüsse und Ströme in sich auf (Koh. 1, 7), und damit es seine Grenzen nicht überschreite, hat der Ewige ihm Schranken gesetzt (Am. 5, 8; Ps. 33, 7). Mit dem Meere jedoch ist die chaotische Ürflut (cmn, assyr. Tiatuat) nicht zu verwechseln, aus der das ganze Weltall geboren ist. Kein Wunder, wenn das Wasser bei einer hohen Bedeutung, bei seinen Einflüssen und Wirkungen in der Sprache der alttestamentlichen Dichter und Propheten eine reiche, symbolische Verwendung gefunden hat und oft als Bild, Vergleichung und Gleichnis zur Veranschaulichung religiös sittlicher Gedanken und Ideen herangezogen wird. So gehört Wasserfülle mit zu den Zeichen der künftigen messianischen Vollendungszeit. \x ^ro^c^ävxe^v mi^ai^e messias l$ABATAI-JLVI JlöniQ Ur ®MttL> qAjv:yojG66 . Abbildung III. (Zum Artikel „Zab"batai Z\\

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.