Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 4 (1904)
- Issue
- Heft 3 (März 1904)
- Article
- Die Judentaufen in Wien
- Date
- 1904-03-01
- Page
- Seite 197 - 198 (sequence 3)
- Language
- German
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197 Maximilian Paul Schiff: Die Judentaufen in Wien. 193 und!Preussen", in welchem ich an der Hand der amtlichen Mitteilungen desKönigl.Preussischen Statistischen Bureaus den Nachweis erbrachte, „dass man mit der Behauptung "vorsichtig sein sollte, dass die Anzahl der Austritte aus dem Judentum in Oesterreich, speziell in Wien, eine besonders grosse sei, da Vergleiche infolge der verschiedenartigen Landesgesetze und derhierinBetrachtkommenden mangelhaften preussischen Statistik nicht möglich sind44. MAZZOH. Von M. Ehrlich. Dem Jüdisch-Deutschen nachgebildet von Nathan ja Sahuwi. Auf einem niedrigen, mit Leder bezogenen —Wo ist Eure Frau, die Jachneh D'woschoh? 'Schemel sitzt Berl, der Schuster, den Rücken ruft eine Nachbarin, zum Fenster ge- ■' l^^r^ |k' II Li p u s>x p ry< jx ^\ \ * "V'"' '^4>^'f m^<fM:% Mp% jSty^^ Iii . ft' '0y\i'M*m M"! -......m^ mi jp ".«g « # •» t$-ig* kehrt, und beschlägt mit hölzernenZwecken einen Kinderschuh. Die Lenz» sonne ist schon -so heiss, und ihre warmen 'Strahlen leuchten durchs Fenster und -spielen wie ein iinderHauchauf Beiis Rücken und seinem faltigen, roten, stark behaarten backen. Ihm ist so wohl bei all der lieben Wärme, nach dem langen, kalten Winter, wo man sich kaum ans Fenster hat heranwagen können. Man kann heut fast nicht mehr mit dem Gesicht zum Fenster sitzen. F>ie Fülle des Lichtes blendet die Augen . . . Und lustig und freudig hüpft sein Hammer über die kleinen hölzernen Zwecken, und das Herz freut sich im Ueberschwang. — WasfüreinenliebenGottwirdochhaben! - Und Lust und Lebensfreude jauchzen ihm durchs Herz. > -*v,„W, s'jJm m ^^mms^^ I *\ \ I -fllHHHtf^l^^^ *1 AUS DER „HAGGADAH VOX SERAJEVO" UM 1300. Oben: Der Hausherr „Charaussess" verteilend. Unten: Der Hausherr Mazzoth verteilend Sie hat ihn aus all seinen Träumen geschreckt, das Weib mit der kreischenden Stimme, das in sein Zimmer hinabstürzt, ein Tuch um den Kopf geschlungen, das hinten im Nacken verknotet ist, und mit einer weissenSchürze und mit hochgestreiften Aermeln. — Wozu brauchst Du mein Weib? fragt Berl anstatt jeder Antwort und blickt aul ihre merkwürdige Tracht. —Ich wollte sie bitten, mir ein paar Mazzaus rollen. ... — Mazzaus! — (Wie ein Stich ging es Berl durchs Herz.)Mazzaus! Ihr backt heute Mazzaus! Nun gut. Jachneh D'woschoh ist auf dem Markt, und wenn sie kommt, will ich's ihr sagen. — Mazzaus! wiederholte Berl, als die Nachbarin schon fort war. Und er blickte gegenüber in den Winkel und versank in ein schwermütiges '■~jr._**"-■-' _:r'*.> >w yi W 3. .uN n >-:s .U '^n. n, n. n .XX X et _a rv>, V '( P -n ,n ü u XX . n nmäSS 4~ \ p .-_ra^n v .rf tr n;- n # xi; ^^w% X ift^¥Ä¥>^Ä^S2\< w^xf^vm^i ■ ' r: ,-\^.J":'; D i '1 i"i ^^^ü-*^ .-.^ V r. >»y^?wmL I i; - - v- . £ H I!| >\;-4 ,u I f