Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 4 (1904)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1904)
- Article
- Gott, Welt und Mensch im jüdischen Sprichwort
- Date
- 1904-02-01
- Page
- Seite 133 - 134 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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133 Binjamin Segel: Gott, Welt und Mensch im jüdischen Sprichwort. 134 Glauben ist nur gut an Gott allein. "Was zu Gott — ist zu Gott; was zu Leuten — ist zu Leuten. Sinn: Gib Gott, was Gottes und den Menschen, was des Menschen ist. * * * Schliesslich kommt ein jeder zum Glauben. Es ist leichter dem lieben Herrgott, als den Menschen es recht zu machen. Der Mensch ist schwächer als ein Strohhalm und stärker als ein Felsen (als Eisen). * * * Ein Mensch kann mehr ertragen, als zehn Ochsen schleppen können. * * * Gott behüte uns vor dem, was wir alles ertragen können. Leid empfinden, das kann nur ein Mensch. Trostwort an einen, der Kummer hat. Sinn: Allel des Leidens. LAZAR ROSEXBERG. LACHENDER KNABE. Der Mensch ist, was er ist, nicht was er war. Was ein Mensch sich selber zufügt, können zehn Feinde ihm nicht zufügen. * * * Was ein Mensch alles überdenken (ahnen, befürchten) kann, das können ihm zehn Feinde nicht wünschen. Zwei Berge kommen nicht zusammen, wohl aber zwei Menschen. * * * Allein kann ein Mensch nur essen, aber nicht arbeiten. Das ganze Leben lang tappt der Mensch im Dunkeln umher. Der Mensch darf sich vor keiner Sache verschwören. * * * geht. Der Mensch soll hoffen, so lang sein Atem Vergl. Berachoth 10 a. Jer. Abadah Zarah III, 1. Zu Leid und zu Freud muss man Leute haben. * * * Mit was für Augen du einen ansiehst, so sieht er aus. * * . i . * Wie die Leuf — so die Zeit. Adam Harischon war der einzige, der nicht sagte: Ach, nicht mehr die guten alten Zeiten! Adam Harischon Vater Adam, der erste Mensch. Mensch ist überall Mensch.