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Ost und West · 1907-12-01 · Heft 12 (Dezember 1907) · p. Seite 753 - 754

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Journal
Ost und West
Volume
7 (1907)
Issue
Heft 12 (Dezember 1907)
Article
Die makkabäische Eroberung im Lichte der Ausgrabungen
Date
1907-12-01
Page
Seite 753 - 754 (sequence 2)
Language
German
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753 Die makkabäische Eroberung im Lichte der Ausgrabungen. 754 f - '-U * * « a i^'4 '5'' >'-'■; ,.;?! \* ' V : :vf>7-^; iL. pilichowsici: Unterwegs. (Zum Artikel „Ausstellung jüdischer Künstler".) OELG EMAELDE. bis zum 30. August 1905 währte, ständig ein Ort der Ueberraschungen gewesen. Einer dieser Fände belichtet die grossen Tage der Makkabäerkämpfe in einer Weise, wie sie vor den Tagen des Spatens auch nicht entfernt erhofft werden konnte. Davon mögen die folgenden Zeilen erzählen; der umfassende und abschliessende Ausgrabungsbericht wird sich noch längere Zeit in der Vorbereitung befinden, da es sich in ihm allein um die Beschreibung von zehntausend Fundstücken und um die Wiedergabe von dreitausend Zeichnungen, zweihundert Plänen und fünthundert Photographieen handelt. Die Stadt Gezer ist uns bereits aus den 1887 aufgefundenen Amarna-Tafeln (1450 v. Ch. G.) und dann wieder aus der alttestaro entlichen Ueberlieferung (Jos. 10.33, 16,10, 1. Kön. 9,16) als eine bedeutende altpalästinische Stadt bekannt, die erst im Besitze der Pharaonen, dann in den Händen der Kananiter war. Es war der Ort an der Südgrenze Judäas, den späterhin der König von Aegypten seiner Tochter als Mitgift bei ihrer Verheiratung mit Salomo gab. Dann hören wir aus literarischen Quellen von Gezer erst wieder zur Zeit der Makkabäerkämpfe. Ais Antiochus IV. 175 v. Chr. G. seine Herrschaft über Syrien antrat, hatten griechische Einflüsse sich bereits nicht nur in der täglichen Lebenshaltung, sondern auch auf dem Gebiete des religiösen Lebens bei der vornehmen Judenschaft eingenistet, und Antiochus begünstigte diese Beeinflussung durch fremde Elemente nachdrücklich. Einen schlagenden Beweis dafür liefert der in Gezer ausgegrabene Votiv-Altar, der auf beiden Seiten griechische Widmungen an Jehovah und an Herakles trägt. Vielleicht ist dieser dem Synkretismus dienende Altar auf den Befehl des Syrerkönigs zurückzuführen, dass in jedem jüdischen Dorfe ein heidnischer Altar errichtet werden sollte. Da es mit dem Befehl auf die Verderbung der israelitischen Religion abgesehen war, so widersetzte sich ihm zu Modin, einem Dorfe unweit Gezer, Mattathias, ein Mann priesterlichen Geschlechts. Er erschlug den syrischen Hauptmann samt dem ersten Juden, der hinzutrat, um auf dem Götzenaltar zu opfern. Dies Vorgehen war das Signal zum Aufstande, der im Lande bei der gesetzeslreuen Partei schon längst unter der Asche geglimmt hatte Mattathias ward der Rufer im Streit; ihm folgt i. J. 166 sein Sohn Judas mit dem Beinamen Makkabäus; nach dessen Tode (161) geht die Führerrolle an seinen Bruder Jonathan über. In diesen Kämpfen, wohl 160 v. Chr. G., erobert der seleucidische Feldhauptmann Bacchides neben anderen festen Plätzen auch die Stadt Gezer. Sie wird neu befestigt und verbleibt nach der baldigen Beendigung des ersten Makkabäerkrieges in der Hand der Syrer. Aber i. J. 153 bricht der Kampf aufs neue los; Simon, der letzte überlebende Bruder aus dem priesterlichen Heldengeschlecht, tritt an die

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