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Ost und West · 1907-08-01 · Heft 8-9 (August-September 1907) · p. Seite 505 - 506

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Journal
Ost und West
Volume
7 (1907)
Issue
Heft 8-9 (August-September 1907)
Article
Ernst Josephson
Date
1907-08-01
Page
Seite 505 - 506 (sequence 1)
Language
German
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505 506 ERNST JOSEPHSON. Von Hermann Struck.*) Nachdruck verboten. „Seit einigen Tagen liegt Ernst Josephson im schloss, war er fast zwei Jahrzehnte hindurch ein siecher Sterben" — so sagte mir eines Abends im November Mann gewesen, seiner Verstandeskraft beraubt. Aus 1906 der schwedische Schriftsteller G-ustav af Geijerstam. einer hochangesehenen Familie stammend, war der hünen- Und mit tief er Wehmut in den klug9n, klaren Augen erhafte, schöne, lebenslustige, geistvolle, geniale Künstler ■ %4 - ds '\ \ .r. - . , ' < l ' 4 <; ~">'' .^|» |H,^r^ . -KC ' -■:-'4g^';~~^"\"'- ' xrrv^-s-^ -^^ms ,,: - -~1'V - ~ f ^^?2r - :< ^^^^^y^ ' V , r , '/^r^fe^P^*' -'iS*.- £ « /'*S _ zählte er mir lange von seinem geliebten Freunde. Wer ist Ernst Josephson? Ein Mann, auf den das Judentum stolz sein kann und den doch in der allgemeinen Judenheit fast niemand kennt! Mancher wird wohl in den Galerie en vonGöteborg oder Stockholm Bilder von ihm gesehen haben, vielleicht sogar, ohne zu wissen, dass der Maler ein Jude war. — ich möchte im Nachfolgenden das Wenige, das ich selbst von Josephson und seinem Leben weiss, meinen Stammesbrüdern zur Kenntnis geben, damit auch bei uns sein Name den guten Klang erhalte, mit dem er in Skandinavien seit Jahrzehnten genannt wird. Josephsohn ist 1851 geboren; als er am 22. November 1906 seine Augen zum Todesschlummer Wri&mvr joe» -€m 5^ i Ä It' rie i±J?-' ■ ■< vj^m^-j gv- -jv "rr ijgß&f* '^''^y&x?r & m- > %t\ ERNST JOSEPHSON Der Ziegenhirt FUERSTENBERG'SCHE GALERIE. *) Mit Benutzung des Artikels von „Klas Fähreus" in der Zeitschrift „Ord och Bild". Stockholm, Januarl907, und der Studie „Ernst Josephson" von Georg Pauli, Stockholm 1902. Herrn Dr. Ernst Rüben sei an dieser Stelle mein herzlichster Dank für die freundliche Hilfe beim Übersetzen ausgesprochen. P. HASSELBERG Ernst Josephson. der vergötterte Führer der modernen Richtung in der schwedischen Malerei, bis er in der Mitte seines dritten Lebensjahrzehntes von unheilbarer Paralyse befallen wurde. Die letzten 20 Jahre war er fast wie ein toter Mann; nur ab und "zu flackerte sein Bewustsein auf kurze Zeit wieder empor, und er machte manchmal merkwürdige Zeichnungen, die einen seltsam krankhaften Charakter, doch etwas entschieden Künstlerisches aufwiesen. Das Geschlecht, aus dem er hervorgegangen, war nicht ohne [Bedeutung für Schwedens Kultur. Von den Brüdern seines Vaters war der eine ein bekannter Musiker und der andere Direktor eines hervorragenden Theaters. — Schon in der Kindheit traten bei Ernst Josephson die künstlerischen Neigungen hervor, die er zunächst durch Zeichnungen auf der Schiefertafel und durch allerlei poetische und musikalische Leistungen betätigte. Nach Beendigung der Schule kam er ins Comptoir; doch da wurde es ihm bald zu 1 an sc weilig, die Seiten RUESTE (1SS3). dos Hauptbuches ro?r

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