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Ost und West · 1907-03-01 · Heft 3 (März 1907) · p. Seite 201 - 202

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Journal
Ost und West
Volume
7 (1907)
Issue
Heft 3 (März 1907)
Article
Die vierte Tagung der deutschen Conferenz-Gemeinschaft der Alliance Israélite Universelle
Date
1907-03-01
Page
Seite 201 - 202 (sequence 3)
Language
German
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201 Mitteilungen der Alliance Israelite Universelle: Die vierte Tagung der Deutschen Conferenz-Gemeinschaft etc. 202 4. Beschlussfassuug über die an die Centrale nach Paris zu richtenden Anträge. (§ 2 der Satzungen.) 5. Die Stellung der Deutschen Oonferenz-Gemeiuschaft zu anderen jüdischen Organisationen im Tnlande, und jüdischen Tagesfragen. 6. Unvorhergesehenes. Der Vorsitzende, Herr Geheimrat Goldb erger, erstattete den Eechenschafts- und Arbeitsbericht für 1906. Der Bericht konstatierte das Aufblühen der Alliance in allen TeilenDeutschlands, die Erweiterimg des gesamten Arbeitsfeldes und die Ausgestaltung der Tätigkeit im Geiste der Stifter. Der von dem Herrn Vorsitzenden entwickelte, an die seitherige umfassende Tätigkeit sich anschliessende Arbetaplan für das Jahr 1907 fand allseitige Zustimmung. In dem Bericht des Präsidenten, wie in den Berichten der Mitgliederüber ihre Bezirke (Punkt 2 der T.-O.) wurde mit vorbehaltloser Anerkennung des Organs der Deutschen Conferenz-Gemeinschaft, der Monatsschrift „Ost und West" gedacht. Es herrschte nur eine Stimme darüber, dass durch diese Monatsschrift ein ausgezeichnetes Mittel gewonnen sei, nicht blos dauernde Beziehungen zwischen der Deutschen Conferenz- Gemeinschaft und allen ihren Mitgliedern zu unterhalten, nicht blos die Mitglieder der Alliance fortgesetzt über alle Vorgänge in den Werken und in dem Wirken der Alliance in Kenntnis zu setzen, sondern gleichzeitig in jedes jüdische Haus Deutschlands und des deutschen Sprachgebiets Kunde zu tragen von dem, was auf irgend einem Felde geistigen jüdischen Lebens sich regt. Durch die Verbreitung, die die Deutsche Conferenz-Gemeinschaft ihrer Monatsschrift gibt, macht sie aus ihr, ganz im Sinne der Alliance, ein eigenes literarisches Schulwerk für Erwachsene. Und wiederum geschieht es im Geiste und nach den Gewohnheiten der Alliance, dass sie dieses Schulwerk nicht abhängig macht von Beitragsleistungen, dass sie ihr Blatt in jedes Haus schickt, ohne besondere Beiträge, ohne materielle Gegenleistungen dafür zu fordern, zufrieden, dass sie jüdisches Wissen und Wissen vom Judentum verbreitet, dass sie Gemeinsinn weckt und hebt, und mehr und mehr die Gemeinbürgschaft zur Wirklichkeit macht, die in dem Wahlspruch der Alliance Israelite Universelle sich ausdrückt: „Ganz Israel bürgt für einander." Zu dem dritten Gegenstand der Tagesordnung wurde ein von den Vorsitzenden vorbereiteter Antrag angenommen, der in seinem wesentlichen Teil nachstehenden Wortlaut hat: „Die Deutsche Conferenz-Gemeinschaft, die den Wunsch hat, die Einheitlichkeit der A. I. U. zu festigen und dem Gedanken und den Zielen der A. I. U. noch besser als bisher zu dienen, erklärt es für notwendig, dass spätestens Tom 1. Januar 1908 ab — unbeschadet der Satzungen der A. I. U. und unbeschadet der Beziehungen zwischen den deutschen Bezirks- oder Landes-Comites und ihren Lokal-Comites — alle deutschen Bezirks¬ oder Landes- und Lokal-Comites ihre Einnahmen an Beiträgen und Spenden, ihre Abrechnungen, nach Abzug der notwendigen Kosten, und ihre Berichte dem Deutschen Bureau in Berlin übermitteln, das die Weitergabe und die Weitermeldung an das Central-Comite nach Paris übernimmt. Dem Deutschen Bureau liegt die Versendung aller Drucksachen an die Einzelmitglieder wie an die einzelnen Comites ob. Jedes Bezirksbezw. Landes¬ und Lokal-Comite soll berechtigt sein, von dem Deutschen Bureau ein gewisses Mass an Leistungen schriftlicher Arbeiten für die Förderung der Organisation und Propaganda oder Beihilfe hierzu für ihre Bezirke zu verlangen, und das Deutsche Bureau soll verpflichtet sein, diesen Anforderungen nach Kräften nachzukommen." Ferner wurden — vierter Gegenstand der Tagesor dnung — folgende Anträge der Vorsitzenden angenommen: „DieDeutsche Conferenz-Gemeinschaft spricht die Erwartung aus, 1. dass das Central-Comite der A. I. U. seinen Beschluss vom 24. Oktober 1906, nämlich: Zöglinge der Ecole Normal« in Paris zum Erlernen der deutschen Sprache nach Deutsehland zu schicken möglichst bald — nach vorheriger Verständigung mit dem Präsidium der D. C.-G über die Art der Ausführung — verwirklichen wird; 2. dass das Central-Comite der A. I. U. mit dem Präsidium der D. C.-G. eine Vereinbarung trifft, die die Ausbildung einiger Allianceschullehrer in Deutschland zum nahen Ziele hat; 3. dass das Central-Comite der A. I. U. dem Präsidium der D. C.-G. ein Vorschlagsrecht für die an den Allianceschulen anzustellenden Lehrer der deutschen Sprache einräumt; 4. dass an den hierfür geeigneten Allianceschulen in Marokko deutscher Sprachunterricht eingeführt wird und hierbei

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