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Ost und West · 1907-01-01 · Heft 1 (Januar 1907) · p. Seite 21 - 22

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Journal
Ost und West
Volume
7 (1907)
Issue
Heft 1 (Januar 1907)
Article
Einige Worte über den "Bezalel"
Date
1907-01-01
Page
Seite 21 - 22 (sequence 1)
Language
German
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21 22 Schüler, Schülerinnen und Personal des Bezalel. (Abbildung I.) EINIGE WORTE UEBER DEN „BEZALEL". Von Hermann Struck. Nachdruckverboten. Vor Jahresfrist hat Herr Dr. Thon in den Blättern dieser Zeitschrift eine längere Abhandlung über die Ziele und Wege des „Bezalel" veröffentlicht. Wenn ich es jetzt unternehme, die bisherigen Erfolge dieser segensreichen Schule darzustellen, so möchte ich für die Leser, die vielleicht nicht orientiert sind, zur Aufklärung über unser Programm einige Sätze wiederholen, mit denen das Komitee einen Aufruf einleitete: „Nicht Almosen, sondern Arbeit", das ist heute die anerkannte Eicht schnür für jeden Einsichtigen, der an der Hebung grösserer Volksmassen mitarbeiten will. Nicht Almosen, sondern Arbeit, das muss der Wahlspruch werden auch bei dem Hilfsdienst an den palästinensischen Juden. Denn eines ist klar: Dass die „Chalukkah", der Zufluss von milden Gaben aus der ganzen Welt, so sehr er dem jüdischen Herzen zur Ehre gereicht und die Ehrfurcht vor dem alten Lande der Bibel bezeugt, unsere Stammesbrüder in Palästina nicht wirtschaftlich fördert, sondern geradezu systematisch der kraftvollsten, wirtschaftlichen Antriebe beraubt. Schaffung von Arbeitsmöglichkeit, Erziehung zur Arbeit, und Selbsthilfe durch wirtschaftliche Organisation, das muss das Programm der zukünftigen jüdischen Hilfstätigkeit in Palästina sein. Ein erster Schritt sind die jüdischen Kolonien, in denen ein kräftiger und arbeitsfreudiger Bauernstand sich entwickelt. Allein es liegt in der Natur der Sache, dass die landwirtschaftliche Kolonisation nur langsam einen Teil der landansässigen Juden aus den überfüllten Städten heraus in Licht und Luft zu produktiver Arbeit zu bringen vermag. Dagegen kann ein anderer Weg schneller zum Ziele führen, Tausenden Brot zu schaffen: Die Einführung von Hausindustrien und die Entwicklung eines palästinensischen Kunsthandwerks." Aus dem Bericht des Herrn Prof. Boris Schatz sehen wir mit Freude und Stolz, dass er es bereits in der kurzen Zeit, die seither verflossen ist, verstanden hat, einen grossen Teil dieser Pläne in die Tat umzusetzen. Ohne durch irgendwelche Schwierigkeiten

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