Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 2 (1902)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1902)
- Article
- L. Pasternak
- Date
- 1902-06-01
- Page
- Seite 381 - 382 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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381 .Fawetti: L, Pasternak. 382 Pasternak eine der sympathischesten Seiten des Element in seiner Kunst Merkmale der jüdischen Lebens in seinen Werken zum Aus- Rasse zu sein, welcher unser Künstler angehört, druck. . Ausserdem scheinen mir auch der reale und welche ihn mit Stolz zu ihren Söhnen Zug und das fast gänzlich fehlende dekorative zählen darf. L. Pasternak. DIE EMIGRATION IM GOLUS. Von Alexander Haus mann. "Wir leben wieder im Zeitalter der Juden Wanderungen. Wir müssen da die regelmässige Emigration, die durch den konstanten wirtschaftlichen und sozialpolitischen Druck in den Judencentren des Ostens erzeugt wird, von den plötzlichen, katastrophenartigen Auswanderungen unterscheiden, welche die Folgen plötzlicher Ausweisungen, gesetzgeberischer Akte, welche auf einmal ganzen Personengruppen unseres Volkes die wirtschaftliche Grundlage ihrer Existenz entziehen, und der Judenexcesse sind. Beide Fälle der Auswanderung erzeugen eine ganze Unsumme von Elend, dem gegenüber die bestehenden jüdischen Wohlfahrtsfonds und -Institutionen sich als vollkommen unzulänglich erweisen. Ausserdem sind sie von so grossen und vielen nachteiligen Folgen in nationaler Beziehung begleitet, dass schon aus dem Grunde allein an eine Abhilfe oder wenigstens teilweise Minderung des Nachteiligen gedacht werden muss. Man kann den Zionisten dabei den Vorwurf nicht ersparen, dass sie einerseits die regelmässige Emigration erst auf die Erlangung des Charters verweisen, indem sie ungerechtfertigterweise mit den gegebenen Verhältnissen, welche ein sofortiges Eingreifen erforderlich machen, nicht rechnen, andererseits bei der katastrophalen sich neben privater, kaum ins Gewicht fallender Hilfe durch Sammlungen nur darauf beschränken, die dazu berufenen Institutionen, die „Ica", die „Alliance Israeliten die Kultusgemeinden u. a. zur Erfüllung ihrer Pflicht aufzufordern, ohne ihnen einen näheren Gesichtspunkt zu liefern, wie es gethan werden müsse. Es muss einerseits die ständige Emigration organisiert werden, andererseits müssten für die plötzliche schon im vorhinein Anstalten getroffen werden, welche sie wenigstens teilweise des katastrophenartigen Charakters berauben. Das wichtigste dabei ist das Ausfindigmachen jener Länder, in denen die meisten Voraussetzungen für eine — nicht nur in materieller Beziehung — gedeihliche Entwickelung der Auswanderer vorhanden sind. Bisher waren die traditionellen Immi-