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Ost und West · 1902-02-01 · Heft 2 (Februar 1902) · p. Seite 143 - 144

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Journal
Ost und West
Volume
2 (1902)
Issue
Heft 2 (Februar 1902)
Article
Revue der Presse.
Date
1902-02-01
Page
Seite 143 - 144 (sequence 3)
Language
German
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143 Revue der Presse. 144 kamen aus Kai-feng-fu, einer ehemaligen Judenkolonie, welche, wie mir der mit den chinesischen Verhältnissen wohlvertraute Dolmetsch der britischen Gesandtschaft, Dr. Edkins mitteilte, etwa um das Jahr 1000 n. Chr. von den aus Samarkand und Bokhara eingewanderten jüdischen Handelsleuten gegründet wurde, allmählich aber ganz verarmte, und schliesslich in der eingeborenen Bevölkerung völlig aufging. In den „Lettres edifiantes et curieuses des missionaires". Vol. III, p 149, rindet sich eine Beschreibung des portugiesischen Missionars Padre Gosani über diese Judenkolonie, welcher dieselbe im Jahre 1704 besuchte und darüber sehr ausführliche Mitteilungen machte. Gegenwärtig sind davon nur mehr wenige Spuren in verfallenen Häusern und in Trümmern der einstigen Synagoge übrig geblieben, während die Nachkommen sogar die Sprache ihrer Voreltern vergessen haben. Für ihre Einwanderung aus Bokhara spricht namentlich auch der Umstand, dass dieselben aus jener Stadt ihre Schriften, sowie ihren Rabbiner kommen Hessen. Als aber vor etwa 150 Jahren ihr Rabbiner starb, besassen sie nicht mehr die Mittel, um einen Ersatz von Bokhara sich zu verschaffen. Ich hatte die mir zum Verkaufe angebotene Rolle von mehreren Fachgelehrten in Peking, wie Dr. Edkins, Dr. Bretschneider und Dr. Wells Williams auf deren Echtheit prüfen lassen, und als deren Urteil zu Gunsten des angebotenen Werkes ausfiel, erwarb ich dasselbe für die k. k. Hofbibliothek in Wien, wo es sich gegenwärtig befindet. Nach der Ansicht des Dr. Edkins in Peking wurde die Rolle vor ungefähr 150 bis 200 Jahren vom vorletzten Rabbiner in Kai-feng-fu für die dortige Judengemeinde geschrieben. Es sollen in China im ganzen nur dreizehn Abschriften der fünf Bücher Moses vorhanden gewesen sein, von welchen sechs nach England und zwei nach Nordamerika wanderten, während eine Abschrift angeblich in einer Moschee in Peking aufbewahrt ist. Ausser dem mir zum Ankaufe angebotenen Exemplare giebt es nur noch diei Exemplare, über deren Schicksal ich jedoch nichts Genaues zu erfahren vermochte. An unsere russischen Leser! Wir sind in der Lage, unsere verehrten Abonnenten in RllSSland von folgendem Entgegenkommen der Kaiserlich-IHISSlSCllGIl Post-Direktion in Kenntnis zu setzen: Nach einer uns soeben zugegangenen, vom 23. November (5. Dezember) datierten Mitteilung des Kaiserlich-Russischen Ministeriums des Innern werden vom Januar 1902 ab sämtliche Central-Postämter in Russland Abonnements auf jjOS1! lind W^CSt** entgegennehmen, und zwar: St Petersburg, Moskau, Warschau, Odessa, Riga, Wilna, Kiew, Charkow, Nishny-Nowgorod No. I, Kasan und Tiflis. Unsere Leser in der Provinz, welche „Ost und West" durch die Vermittlung der Post beziehen wollen, haben den Betrag des Abonnements einem der elf obengenannten Centrai-Postämter einzusenden. Für die Versendung (aus einer der obengenannten Städte) ins Innere des Reiches wird seitens der Post zu dem für „Ost und West'4 angegebenen Preis noch eine Zustellungsgebühr erhoben. Anmerkung« Reklamationen über nicht erhaltene Hefte von „Ost und West" müssen bei der Post umgehend erfolgen, d. h. gleich nach Empfang des nächstfolgenden Heftes. Nachforderungen aus früherer Zeit bleiben unberücksichtigt. \j*\nf^p^+*ß\i&tmf^t^*^tKfdnßUß*^+As**^ Abonnementspreis für das Halbjahr in Deutschland und Oesterreich Mark 3,50, für das Ausland Mark 4,— für Russland ganzjährig: 4 Rubel, halbjährlich 2 Rubel. Einzelhefte ä 35 Kop. ^-----^_ Zu beziehen durch alle Buchhandlungen des In- und Auslandes, durch alle Postämter des Deutschen —.---.—---- -——~-——---Reiches unter No. 5785 a der Postzeitungsliste und durch die Expedition dieser Zeitschrift. —-----—^----—- Anaeigen SO Pfg. die viergespaltene Petitzeile, grössere Anzeigen nach Tarif, bei Wiederholungen Rabatt. Stellen-Gesuche und -Angebote zum halben Preise. Adresse für die gesamte Korrespondenz: S. CALVARY & Co. (Inh. HUGO BLOCH & Dr. F. GOTTHELF) Yerlagsbucnharialung und Antiquariat, Berlin HW„ Heue Wilnelmstrasse 1. i^m^+iffm^^m^+vt*^»^**,***^*^ Verantwortlicher Redakteur: Leo Winz, Berlin, Altonaerstr. 36. — Verlag von S. Calvary & Co., Berlin NW. 7. Für den Anzeigerjteil verantwortlich: Hugo Bloch, Berlin. — Druck von Pass & Garleb, Berlin W 35.

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