Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 1 (1901)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1901)
- Article
- Ein jüdischer Kunstverlag
- Date
- 1901-12-01
- Page
- Seite 961 - 962 (sequence 4)
- Language
- German
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961 Aus Ost und West. 962 Eine ausführliche Biographie des Bar-Hebraeus und Würdigung seiner Werke finden wir jetzt als Einleitung zu der tüchtigen Schrift: „Bar-Hebraeus und seine Scholien zur heiligen Schrift" von Dr. Johannes Göttsberger, Dozenten am erzbisch öflichen Klerikalseminar in Freising. (Freiburg i. B., Herderscher Verlag. 4. und 5. Heft der von Bardenhewer herausgegebenen Biblischen Studien. 1900.) * * * Aus dem Inhalte der 36 Seiten Makkabäerfestausgabe der „Welt" nennen wir: „Chanuka" von Arthur Schwarz, „Die kommerzielle Zukunft Palästinas" von'Israel Zangwill, „Eine Krankengeschichte" von Dr. Philipp Menczel, „Zur Psychologie des Parteiwesens" von Dr. Osias Thon, „Zwei Junghebräer" von Dr. Markus Ehrenpreis, „Ueber den nationalen Charakter der internationalen sozialen Bewegung" von Egon Lederer, „Acher" (Studie zu einem Romankapitel) von Ignaz Jezowec, „Die Kinder des Adlers" von Josef Stutzin, „Vom ewigen Kohn" von Ad. Agai, „Der Messias und der Esel" von Bernhard Fuchs, ferner eine Komposition von Prof. Ignaz Brüll zu einem Trinkliede von Jehuda Halevi, Gedichte von Ch. N. "Bialik („Josua vor der Landnahme"), Martin Bube. (Der Ackersmann"), Berthold Feiwel („Beruria"). Martin Friedlaender („Unser Chanuka"), Anselm Lutwak („Stimmen in der Herbstnacht"), Hans Müller („Korachs Rotte"), Morris Rosenfeld („Herbstblätter"), Stefan Zweig („Spinoza") und vielen anderen. Aus dem reichen Illustrationsmaterial sind zu erwähnen: „David und Saui" von Altmeister Josef Israels, Zeichnungen von E. M. Lilien und W. Wachtel, die Tischkarte des Arücle-Club mit den Bildern von Lord Suffield und Israel Zangwill, wohlgelungene Porträts von M. S. Feierberg, Josef Israels und E. M. Lilien u. a. Die Nummer vereinigt alle Elemente des jungen, verheissungsreichen, aufstrebenden Judentums und bietet so ein seelenvolles Bild der modernen jüdischen Geistes¬ und Kunstbewegung. Bei dieser Gelegenheit bemerken wir, dass „Die Welt" es war, welche die Veranstaltung von Fest- und Sondernummern eingeführt hat. * ... * „Palästina", Zeitschrift für die wirtschaftliche und kulturelle Erschliessung des Landes. Wir haben bereits früher auf das bevorstehende Erscheinen dieser Zeitschrift hingewiesen, welche vom 1. Januar 1902 ab herausgegeben wird. Nach den uns zur Verfügung gestellten Korrekturabzügen sind wir heute schon in der Lage, unseren Lesern eine Uebersicht von dem Inhalt des ersten Heftes zu geben. Aus dieser Uebersicht wird der Charakter dieses allen Freunden der jüdischen Kolonisation gewiss äusserst willkommenen Werkes klarer hervortreten als aus der besten Definition. Wir nennen: Dr. Alfred Nossig: Ueber die Notwendigkeit von Erforschungsarbeiten in Palästina. — Das Berliner Komitee zur Erforschung Palästinas und erste Mitteilungen desselben. — Industrien in der Türkei. — Dr. Soskin (Sichron Jaacob): Kostenanschläge für Plantagen-Gesellschaften. — Dr. E. Simonson: Sanatorium auf dem Karmel. — Prof. Dr. O. Warburg: Aufbewahrung und Verpackung von Weintrauben. — Davis Trietsch: Der äusserste Südwesten Palästinas. — Rev. Strange: Ein Besuch vonEl-Arisch im Juli 1901. — Israel Zangwill: Die kommerzielle Zukunft Palästinas (Auszug). — Eine Palästina-Bibliographie. — Die wirtschaftliche Lage in Gaza 1900. — C. Elschner: Die Asphalte Palästinas (Auszug). — Die Fahrstrassen Palästinas. Das schön ausgestattete Heft enthält auch Illustrationen, Kartenskizzen und eine grosse Zahl von Anmerkungen. „Palästina" wird im Umfange von ca. 40 Seiten sechsmal im Jahre erscheinen. Rembrandt. (Berliner Museum.) Rabbiner. Jüdische Abgeordnete in Ungarn. Wir beabsichtigen in einem der nächsten Hefte einen Aufsatz zu bringen, der sich mit der stattlichen Anzahl jüdischer Volksvertreter in Ungarn beschäftigen wird, um so mehr, als die grosse Mehrzahl derselben auch an jüdischen Angelegenheiten den lebhaftesten Anteil nimmt. Die Juden Ungarns zeichnen sich nicht nur durch ihren starken Anteil am politischen Leben ihres Geburtslandes aus, sondern haben sich auch ein warmes Herz für ihre unglücklichen Brüder in anderen Ländern bewahrt, wie man erst,kürzlich — bei dem traurigen Durchzug der rumänischen Flüchtlinge — zu sehen Gelegenheit hatte. Als besonders sympathisch verdient die Aktion der Budapester Judenschaft registriert zu werden. — Dem Artikel wird eine Anzahl von Porträts beigefügt sein. * * * Preisausschreiben von „Ost und West". Zu Beginn des neuen Jahres veranstaltet unsere Zeitschrift zwei Preisausschreiben: eine für „Ost und West" geeignete Illustration und eine Novelle aus dem jüdischen Leben. Die näheren Bedingungen werden im Januarheft veröffentlicht werden.