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Ost und West · 1901-12-01 · Heft 12 (Dezember 1901) · p. Seite 949 - 950

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Journal
Ost und West
Volume
1 (1901)
Issue
Heft 12 (Dezember 1901)
Article
Der jüdische Geist
Date
1901-12-01
Page
Seite 949 - 950 (sequence 2)
Language
German
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949 Maurice Muret: Der jüdische Geist. sten Juden der Gegenwart kann auf sehr verschiedene "Weisen beantwortet werden. Mancher wird die grossen Künstler, Maler, Bildhauer, Musiker, sowie die grossen Gelehrten vermissen. Mancher wird Börne! neben Heine, Lassalle neben I Marx setzen wollen. In jedem Falle muss eine solche Frage bei unserem Reichtum an hervorragenden Geistern ausserordentlich anregend wirken. Welche Fülle von jüdischen Namen drängt sich uns allein aus den Reihen der Staatsmänner auf, trotzdem gerade auf diesem Gebiete die Juden nach jahrtausendelanger Unterbrechung erst wieder in allerneuester Zeit überhaupt in I-—-------------- Frage kommen konnte. Neben Georcr Brandes r> tv a i Heinrich Heine, vjc^iy DI aimcö- Benjamin Disraeli — und etwa zur gleichen Zeit — Gambetta und Cremieux in Frankreich, Lasker, Loewe, Bamkeiten welche durch alle Jahrhunderte und über den berger in Deutschland und viele Andere mehr. Auch Wechsel aller Verhältnisse hinaus uns geblieben sind Emin Pascha sollte nicht unerwähnt bleiben, wenn es und zu mancher Hoffnung auch für die Zukunft begilt bei den Juden organisatorisches Genie und Staatsrechtigen.--- kunst auf exponirtestem Posten nachzuweisen, — Fähig- K . , . . MISCELLEN. Der ,»Verein zur Förderung der Bodenkultur unter den Juden Deutschlands" ist aus dem Stadium der rein propagandistischen Thätigkeit herausgetreten, um seine Ideen in die Praxis zu übersetzen Von Vorstandsmitgliedern des Vereins wurde am 19. November a. c. die Bodenkulturgesellschaft m. b. H. mit einem Stammkapital von 20 000 M. begründet. In ihren Aufsichtsrat wurden gewählt die Herren: Oberamtmann Cohn? der Vorsitzende des Bodenkulturvereins, zum ersten, Prof. O. Warburg zum stellvertretenden Vorsitzenden, Prof. Philippson, Fabrikbesitzer Aron Hirsch und Dr. Ernst Tuch. Zum ersten Geschäftsführer (im Ehrenamt) wurde bestellt: Mühlenbesitzer J. Rosenthal-Posen, zum zweiten Geschäftsführer Rittergutsbesitzer Dr. Papilsky. Die Gesellschaft hat nunmehr, nachdem ihr von einem der Vorstands-Mitglieder des Bodenkultur Vereins weitere 50 000 M. für kurze Zeit vorgestreckt worden waren, das Gut Neuhof bei Posen erworben. Neuhof liegt ausserordentlich günstig, ca. 5 km von der Stadt Posen entfernt, an der Bahnlinie, die nach Gnesen führt; von dem Städtchen Schwersenz istfes in einer Viertelstunde zu erreichen. Es ist 387 Morgen gross, wovon 354V2 Morgen Acker (guter Mittelboden) sind, 20 Morgen gute Wiese, 5 Morgen Garten und Baumschule u. s. w. Die Wiesen grenzen an das Flüsschen Glown-a, wodurch die Bewässe-

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