Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 4 (8.1921)
- Date
- 1921-08-01
- Page
- Seite 72 (sequence 74)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Moses Beilinson uiwuMiiuuiiiiiiiimiuimiiiMimsiiiiiiiiiiiiiiiiituuiiM hat nur eine relative Bedeutung, weil sie gezwungen ist, mit Scheinfaktoren zu operieren. Die Führer einer Bewegung, die vor dem Kriege eine Minderheit — zugegeben,, eine auserlesene, manchmal auch heroische, aber immer doch eine Minderheit —, des jüdischen Volkes unter ihrem Banner vereinigte, und heute vor einer Sphinx steht, konnten kein anderes als Hasardspiel treiben, wenn sie überhaupt spielen wollten. Im entscheidenden Moment mußte das Spiel zusammenbrechen. Wenn man nicht hinter sich das Volk hat, wenn man ganz allein gegen mächtige Feinde und gegen eine mächtige Opposition steht, und wenn man dem Ziele leidenschaftlich zustrebt, greift man zu allen Mitteln; man spricht nicht von Volk zu Volk, sondern von Regierung zu Regierung,, und als der Moment kam, da das jüdische Volk an die Szene mußte, nahm man eine leere Stelle wahr; und als man in Palästina nur Verehrer vonBalfour zu treffen hoffte, entdeckte man den Effendi, der den Fellachen bewaffnet. Keine nationale Bewegung kann siegreich sein, wenn sie nicht traditionell, nicht volkstümlich ist, wenn sie nur eine Minderheit des Volkes hinter sich hat. Der XII. Kongreß, der in der schwersten Stunde des Zionismus und in einer der schwersten der jüdischen Geschichte zusammentritt, soll keine Wiederholung der Londoner Konferenz werden. Um es zu vermeiden, muß er viel Mut zeigen, viel mehr als man braucht, um, zu erklären, daß man begonnen hat, den Judenstaat zu bauen. Er soll die Schwäche der Bewegung offen und ehrlich anerkennen und ihr neue Wege zeigen, die sie zum Siege führen sollen. Ein alles umfassendes Problem 72