Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 4 (8.1921)
- Date
- 1921-08-01
- Page
- Seite 44 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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Hans K o h n <iii«i*itiiitiiiiititiiiiiitiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiittiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiitiaiiiuitiiiiiiiisia liberalen Pazifismus bedeckt) in den Spalten der Presse ihre Triumphe gefeiert haben. Die Juden, infolge ihrer kritischen Befähigung und einer überkommenen Distanz, sehen oft, dem Sprichworte der Bibel gemäß, all das Wahnsinnige und Lächerliche dieser Erscheinung bei den anderen, werden seiner aber bei sich selbst nicht gewahr. Es ist dies eine allgemeine Erscheinung: Demagogen und Masse lassen jede Objektivität vermissen und besitzen auch nicht genügend Vernunft, um über die nächstliegendsten Verhältnisse in weitere Zukunft zu schauen. Man begegnet hier erstaunlichen Beispielen jener ego- oder gruppenegozentrischen Anschauung, die bei allen Völkern aus durchschnittlich ganz vernünftigen Menschen Narren, und falls diese Menschen noch irgendwie Führereitelkeit und Ehrgeiz haben, Verbrecher macht. Vor einiger Zeit sprach ich einen Mann, der ganz vernünftig über die Greuel des Krieges, über die „falsche Rechnung" jedes Krieges und über den blutigen Haß zwischen Bulgaren und Serben sprach, der nur mit der gegenseitigen, übrigens schon jetzt vor sich gehenden Ausrottung der beiden Völker enden könne. Dennoch war derselbe Mann imstande, eine Rede zu halten, in der er mit marktschreierischem Pathos ausrief, die Araber hätten uns gewaltsam unseres Landes beraubt, und ebenso gewaltsam müßten wir sie vertreiben. Nicht einmal die Engländer, nur Gewehrkugel und Schwert können uns unser Land geben. Gegen Räuber sei jedes Mittel erlaubt. Und die Jugend tobte zum Teil vergnügt und begeistert Beifall. Auch sind die geschichtlichen Kenntnisse nicht immer groß. (Man kann ruhig die heute moderne Art des 44