Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 4 (8.1921)
- Date
- 1921-08-01
- Page
- Seite 43 (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
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UnserWeg ■iiiiiiiiiiiiiiiiiiiififiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiijiiiiiiiiitfiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitaiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiittiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiitditiiiiiiiiiB auch auf bisher außerhalb ihres Kreises stehende Völker überzugreifen beginnt, ihre Art Nationalismus ist. Der Jude alten Schlages, der in seiner geistigen Existenz über oder jenseits dieser Zeit stand, jener Jude, den noch Scholem Alejchem auf seiner Ueberfahrt nach Amerika auf dem Schiffe antrifft und der ihm von den Eindrücken des Krieges erzählt, hat diese Erkenntnis mit Tagore geteilt. Der moderne Jude, Europäer im vollen Sinne des Wortes, hat auch Europas Nationalismus ganz übernommen. Aber da sein Nationalismus jünger und stets etwas zweifelhafter und komplizierter ist als der der anderen, hat er ihn notwendigerweise übertrieben, ob er nun jüdisch- oder deutsch- oder sonstwie national ist, ja sogar den Gegensatz zum Nationalismus übertreibt er in einer ebensooft ins Maßlose ausschwärmenden Weise. Diese Art europäischen Nationalismus hat in den ungefähr hundertundzwanzig Jahren ihres Bestehens die chaotischen Zustände geschaffen, die in dem Weltkriege statt einer explosiven Lösung eine weitere Komplikation erfahren haben. Statt nach dem. Kriege zu versuchen, in geeinter aufbauender ökonomischer und kultureller Arbeit zu retten, was sich retten läßt, und die reichen und geübten Mittel unserer Vernunft auf die Organisierung des Chaos und auf die Erziehung der künftigen Generationen zu verwenden, sehen wir die Völker, und insbesonders nicht nur die Masse, sondern auch den überwiegenden Teil der sogenannten intelligenten Jugend, den künftigen Träger der Zukunft des Volkes, einen Kult mit all den lügnerischen, ins scheinbar Heroische gesteigerten Idolen oder Idealen treiben, die während des Krieges unverhohlen (vor dem Kriege mit einem Mäntelchen 43