Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 4 (8.1921)
- Date
- 1921-08-01
- Page
- Seite 41 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Verhängnis der Diplomatie ElltllllllfIllIltllllllllllllllllllllllltltllllllllltllJllIlIlIlIltlltltllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllillllllllllllltlllllKllIIIIIllllllllB 3- Was muß geschehen? Vor allem muß das verhängnisvolle Hindernis, das in der Diplomatie liegt, weggeräumt werden. Die Diplomatie darf nicht in einer Volksbewegung die Stellung einer Suprematie beanspruchen; erst recht nicht in einer jüdischen Volksbewegung. Sie muß sich bescheiden, als Vehikel, als Begleitmoment. Sie muß aus dem Zentrum in die äußerste Peripherie zurückgedrängt, in ihren engen Bezirk verwiesen werden: in den Bezirk der notwendigen Uebel. Dann werden ihre Erfolge dem Volke nützen und nicht durch Ueberwucherung des Formalen schaden; und es wärd ihnen uneingeschränkten Dank wissen. Diplomaten können als solche nicht Führer des Volkes sein. Diplomaten sind ihrem Metier nach keine Führer, sie sind die Geführten; sie werden von Zufall und Konjunktur hin- und hergetrieben. Diplomaten können nationale Posen, nicht aber schöpferisches Leben leiten und meistern. Diplomaten dürfen nicht Führer des Volkes sein. Diplomaten sind in alle Verlogenheit der Politik verstrickt, mögen sie noch so ehrlich sein; erst recht jüdische Diplomaten, die durch keine politischen Machtfaktoren gestützt sind und in eine fremde Politik leicht eingefangen werden. Sind Diplomaten Völksführer, so müssen wir es erleben, daß sie oft glückselige Führer eines unglücklichen Volkes sind; daß sie inmitten blutiger Pogrome frohe Botschaften zu künden wissen und dem Volke Huldigungen und Jubel anbefehlen. Unser Ruf muß jetzt sein: Befreit den Zionismus aus 41