Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 4 (8.1921)
- Date
- 1921-08-01
- Page
- Seite 20 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Forderungen an den XII. Zionistenkongreß lHIIHIIIIIIIIllIIIIIIIUIIlIIMIlllllllllIUtlllllllllllllim ranntheit war. Faktisch werden wir nur ein Minimales erreichen, aber in der Idee werden wir uns für lange hinaus diskreditiert haben. Das Hedadgeschrei in den letzten Jahren, das in dem Maße des Erreichten gar keine Berechtigung findet, hat uns mehr Feindschaft von Seiten der Araber eingebracht, als alle politischen Errungenschaften selbst. Das Gerede vom Judenstaat, die Selbstpreisgabe an das diplomatisch-imperialistische System hat uns moralisch kompromittiert und politisch geschadet. Dabei haben wir weder den Judenstaat noch eine wirkliche imperialistische Diplomatie. Wir sind eben Don Quichoten der Politik, leider aber auch noch immer nach der falschen, moralisch gefährlichen Seite. Es wird uns wohl mit der- Legion ebenso gehen. Wir werden in den Ruf militaristischer Politik gelangen, wir werden unseren Ideen untreu werden; wir werden den Haß der Araber wachrufen und steigern, und eine jüdische Heeresmacht, die uns wirklich schützen könnte, werden wir — nicht haben. Statt dessen würde eine Miliz all diese Schäden nicht mit sich bringen und könnte so ausgebaut werden, daß sie in der Tat ein ausreichender Selbstschutz wäre. Aber dies ist eben unser tragikomisches Los in dem Stadium, in dem wir uns jetzt befinden; wir haben stets zum Schaden auch noch den Spott, und—das Schlimmste— stets durch unsere eigene Schuld. Faktisch wird die Legionsforderung — Forderung bleiben. Die Gefahr ist die Legionsgesinnung, die Ideologie, die sich bereits um sie bildet. Gegen sie wird es gelten, aufzutreten. Der Hypnose der Diplomatie sind wir schon verfallen und haben es schwer büßen müssen. Vielleicht gelingt es einem offenen und energischen Auftreten der linken Gruppen, die Bewegung vor der Gefahr einer neuen Hypnose zu ret- 20