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Freie zionistische Blätter · 1921-07-01 · 3 (7.1921) · p. Seite 85

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Freie zionistische Blätter
Volume
1 (1921)
Issue
3 (7.1921)
Date
1921-07-01
Page
Seite 85 (sequence 87)
Language
German
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Das jüdische Palästina und der Orient lIlIIHKliailUIIIIIIIIIICIIIEIlCIUlIlllllüllllli (IIIIIIIII tillllllllllUII!lllllllMltll!llllllltllllll!llllt!li:tllllllllllllllll|]||ltl)il ISIIlll II IIHIIIIIIIIIK Unter dem Gesichtswinkel der Dauer stellt sich jede andere als die versöhnliche und schöpferische Einstellung nicht allein als unmoralisch, sondern vor allem als Selbstschädigung der jüdischen Siedelung heraus; wir haben das heute schon tätig zu respektieren. Der Araber erwacht, und niemand wird ihn wieder einschläfern. Tradition und Erneuerung in Wechselwirkung können dort, wo schon eine große arabische Kultur bestand, als Nordeuropa gerade erst aus dem Ei kroch, wieder ein geistiges und schöpferisches Leben erzeugen, arabische und jüdische Leistung entweder neben- oder ineinander zu reichen Lebens- und Kunstformen befruchtend. Der Jude hat im neunzehnten Jahrhundert den Kursus „Europa" durchgearbeitet und sein altes Schöpfertum in neuen Formen und auf allen Gebieten erwiesen; der Araber wird, seine Institutionen mitbenutzend, bald zu eigenen fortschreiten. Und dann könnte eine weitere Funktion der paradox-besonderen Lage des Judenvolkes aktiv werden; dann könnte, eine Parallele zur spanisch-maurischen Zeit, in der der Araber und der Jude das hellenistische Griechenland von Byzanz nach Europa trugen, der Jude neben eigenem Schöpfertum der „ehrliche Makler" werden, der in durchaus selbständiger Form den europäischen Gehalt nach dem Orient, den arabischen aber an Europa weitergibt. Und somit kann er, den so enge, zähe und zahlreiche Fäden mit den Ländern des zentralen und des östlichen Europas und mit Amerika verbinden, daran arbeiten, den großen Riß zu schließen, den die Urheber nicht nur für die Dauer des Krieges in die so eng verflochtene Welt gebracht haben, und den der Versailler Frieden nicht heilen zu können bereits bewiesen hat. Dies aber ist eine religiöse Aufgabe, ein Amt der reinen Gesinnung und rei- 85

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