Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 3 (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 82 (sequence 84)
- Language
- German
- Belongs to
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A r n o 1 d Z w e i g ■tiiiiticiisiitiiiiiiiiiiiitiiriiiMiiiiiiiriiitiiiciiEiiicitciiiriiitirtitittictiiiifSiiaiiriiriititiiiiiiiiiiiitiiiiEiiiiitittiiiiiiiiiiiEitttiiiiiiliiiliiiiiiiiitiiii zuteil werden läßt. Wir können heute schon sagen, daß vielleicht gar keine von Obrigkeits wegen festgesetzte Gemeindeform den individuellen und Gruppeninstinkten der Juden Schranken bieten wird, daß vielmehr die Freiheit auch der Gemeindeverfassungen zu einer reichen Mannigfaltigkeit der sozialen Typen führen dürfte. Denn da ein großer Teil der ostjüdischen Sozialistenjugend kommunistisch denkt und empfindet und nach Palästina geht, um dort den Idealen zu leben, auf die die europäische Gesellschaft mit Nein antwortet, werden wir ganz gewiß eine Vielfältigkeit von Wirtschaftstypen finden, die sowohl den individualistischen (Erbpacht) wie den sozialistischen und kommunistischen Gedankenwelten (Produktivgenossenschaft) irdisch-lebendige Formen geben werden. Damit wird zweierlei erreicht werden: das jüdische Volk in Palästina wird sich, was die Beziehung zu Europa anlangt, vor allem denjenigen Staatsorganisationen nahe fühlen, die sich ebenfalls auf den Grundrechten sozialer Gerechtigkeit aufbauen, und es wird zweitens in die imperialistische Herrenstellung des Europäers auch den Fellachen gegenüber eine bald sehr fühlbare Bresche legen. Denn, und das ist das urjüdische in der Grundlage des neuen Gemeinwesens: Die Juden dürfen keinen bornierten Nationalismus mit in den Orient bringen. Sie müssen, wo es sich irgend ermöglichen läßt, mit den Fellachen ein kameradschaftliches Auskommen und Miteinanderleben zu finden suchen. Zwar werden sie die Formen des öffentlichen Lebens in einem hohen Grade judaisieren, und die Hälfte der Universität Jerusalem wird den jüdischen Wissenschaften vorbehalten bleiben. Auch wird die hebräische Sprache, deren kräftige Neubelebung be- 82