Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 3 (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 66 (sequence 68)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2583479-2583480-2583483--255-2583750- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Leon Simo n iu:mf!!!UEmcmft;[[[iciti!mummmuu!iHnMrmtt!::iimmi::nmcMimM gen wie uns; daß wir Friede und Fortschritt wünschen und bereit sind, in ehrlicher Freundschaft mit allen Elementen in Palästina zusammenzuarbeiten, denen dieselben Ziele am Herzen liegen. Inzwischen muß durch unsere Vertreter in Palästina ein ernster Versuch gemacht werden, einen Kontakt mit den gemäßigten Gruppen unter den Arabern herzustellen, und die Organisierung dieser Gruppen zu einer Organisation mit verantwortlichen Wortführern, zu bewirken. Eine solche Gruppe mag am Anfang klein sein, aber sie würde mit der Zeit stärker werden, denn Vernunft währt länger als Leidenschaft. Zu gleicher Zeit müssen wir unsere Position durch Taten verstärken. Je schneller wir Kapital nach Palästina bringen, um so eher können wir die Falschheit der Behauptung nachweisen, wir schickten Einwanderer nach Palästina, für die es keine Arbeit gäbe. Wir bedauern natürlich die zeitweilige Sperrrung der Einwanderung, die als eine Konzession an die Gewalt erscheint und daher wie eine Aufforderung zu weiteren Gewalttaten wirkt. Aber es besteht die einfache Tatsache, daß während der letzten Monate das Tempo der Einwanderung — so langsam es auch an sich war — zu schnell für uns gewesen ist. Kapital muß nach Palästina kommen, Hand in Hand mit der Einwanderung, und sogar vor ihr. Wenn die zionistische Organisation das jüdische Volk repräsentiert, muß sie fähig sein, genügend Kapital zusammenzubringen, um ernsthafte Unternehmungen in Palästina einzuleiten. Es hat keinen Sinn, gegen die Sperrung der Einwanderung zu protestieren, wenn wir nicht die Bedingungen schaffen können, die allein die Einwanderung zu einer Quelle von Wohltaten machen können und nicht zu einer Last. Die Politik der Versöhnung steht vor ihrer Probe. 66