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Freie zionistische Blätter · 1921-04-01 · 2 (4.1921) · p. Seite 80

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Journal
Freie zionistische Blätter
Volume
1 (1921)
Issue
2 (4.1921)
Date
1921-04-01
Page
Seite 80 (sequence 82)
Language
German
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B ü c h e in anderen Sprachen geschieht, wo man vor lauter Vorbemerkungen nie zum Kern der Sache kommt. In Palästina erscheinen drei Monatsschriften. Eine — Haad a m a — ist das Organ der Achduth Haawodah und wäre, wenn nicht ihr Redakteur, Brenner, selbst mitarbeiten würde, in eine typisch engherzige, öde parteisozialistische Zeitschrift ausgeartet. Brenners Beiträge wirken in der Zeitschrift wie eine Oase in der Wüste. Weniger parteiisch ist die Monatsschrift des Hapoel-Hazair „M aabarot h". Sie überläßt die Tagespolitik der Parteiwochenschrift und huldigt in ihren Blättern den Musen. Sie wäre beinahe eine schöngeistige Zeitschrift zu nennen, wenn nicht ab und zu der Löwe der Partei, der altjunge originelle Herzensdenker A. D. G o r d o n dort zu Wort käme. Dann horcht alles auf. In seinen letzten Aeußerungen setzt er seine Kritik des europäischen, materiellen Sozialismus fort. In den letzten Monaten erwachte die ehemals von Achad- Haam begründete Monatsschritt „H a s c h i I o a c h" zu neuem r s c h a u UlIIHIIIIIIIllllllllllllUllllltlllllllllllUlllllinillllUllltlllllllllllllHIIII Leben. Es ist aber der Redaktion noch nicht gelungen, Mitarbeiter außerhalb Palästinas heranzuziehen. Die Stellung der Zeitschrift innerhalb der hebräischen Presse ist noch nicht zu fixieren. Ihre Ansprüche sind groß, und nach mancher Arbeit, die dort veröffentlicht wird (z. B. Klausners „Das Wirtschaftsleben zur Zeit des IL Tempels", Lipschütz: „Die Renaissanceepoche und die Juden") zu urteilen, liegt die Zukunft des „Haschiloach" mehr auf wissenschaftlichem Gebiete. Die Vierteljahrsschrift „H a - t e k u f a h" in Warschau erscheint in großen Wälzern und bringt ganze Bücher — gute und halbgute — zum Abdruck, so daß sie sich der Literatur nähert und eigentlich nichts mehr mit Presse zu tun hat. Sobald der Alpdruck vom Judentum weichen wird, wird sich wohl das Bild der hebräischen Presse ändern. Die allgemeine Tendenz aber wird vermutlich dieselbe bleiben: Konzentration im Lande jüdischen Lebens. Denn Zeitungen erscheinenbekanntlich an Wochentagen. Bücher aber werden am Sabbath gelesen. B. K. Druck von Mänicke und Jahn in Rudolstadt

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