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Freie zionistische Blätter · 1921-04-01 · 2 (4.1921) · p. Seite 53

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Journal
Freie zionistische Blätter
Volume
1 (1921)
Issue
2 (4.1921)
Date
1921-04-01
Page
Seite 53 (sequence 55)
Language
German
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Interterritoriale Regelung iiimiiiniiiitiimmiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiitiiiH nur auszubauen und zu erweitern brauchte, um auf dem Boden dieses „tragbaren Territoriums" zu einer um so intensiveren Vergeistigung und zu einer um so stärkeren Anspannung des nationalen Lebenswillens zu gelangen. Eine weitere Eigenschaft des jüdischen Volkes, die sich aus seinen besonderen sozial-ökonomischen Verhältnissen gebildet hat, besteht in der territorialen Dezentralisation seiner Massen. Das jüdische Volk hat niemals in seiner Gesamtheit auf einem Territorium gelebt. Es lebte zu gleicher Zeit in einem Zentrum und in beträchtlichen Teilen außerhalb des Zentrums. Die außerhalb des Zentrums lebenden Massen bildeten allmählich mehr oder weniger größere Zentren jüdischen Lebens, und ging das Hauptzentrum zugrunde, so lebte das Volk in den neuen Zentren weiter, bis sich irgendwo ein Hauptzentrum wieder gebildet hat. Oder die jüdischen Massen haben aus ökonomischen Gründen ein neues großes Zentrum geschaffen, bevor noch das frühere Hauptzentrum zerstört wurde. Das jüdische Volk war gerade wegen seines unglücklichen historischen Schicksals gezwungen, immerfort große Reserven in andere Gebiete abzustoßen, so daß es niemals gänzlich aufgerieben werden konnte. Und so hat einerseits die zu einer Religion ausgebaute Torahlehre, die zum geistigen Konzentrationspunkte des jüdischen Volkes geworden ist, und andererseits seine wunderbare Fähigkeit, die Hauptmassen seiner lebendigen Kraft zur rechten Zeit nach Orten minderen Druckes oder günstigerer ökonomischer Entwicklungsmöglichkeit zu verlegen, bewirkt, daß es zu einer interterritorialen Nation mit interterritorialen Interessen geworden ist. Selbstverständlich ist ein solches Ausnahmeleben nicht normal. Denn es wird einzig von dem Selbst erhaltungs- 53

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