Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 2 (4.1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- Seite 41 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Deutsche Intellektuelle tiiiiitfiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiaiiiiiiiiiiiijiiiiifiittiiiifiiiifiifiiiiiiiiiiif(fiiittfititii(ifiiiiiiiiiii>iitiiifiiiiiiiitiiiiiiiti«iiitiiiiiiiiiiiiiiii»a 4- Aber was geht das den Juden an? fragt mich ein Deutscher. Darauf antworte ich nicht einmal, dass es nichts Aenderbares für den sittlich wachen Typus gibt, wofür er sich nicht mitverantwortlich bis zum Eingriff fühlte. Was weiß man heute in Deutschland von der rasenden Ungeduld, mit der Söhne einer schnelleren und durchdringenderen Rasse diesen „langsam sich drehenden Sumpf* deutscher Zustände und ihrer Entwirrung mit ansehen, während alle Mittel zur Abhilfe in Reich- und Griffweite liegen und nur das Abtragen der Suggestionenmauer davor den rettenden Griff danach verhindern. Ich deute lediglich auf zwei mir entscheidende Punkte hin. Erstens bin ich politisch dem Deutschen in einer Schicksalsgemeinschaft von bindender Enge verhaftet gewesen und noch verhaftet; vor den öffentlichen Angelegenheiten, dem Staate, bin ich ein Deutscher. Als Soldat gefangen worden — nehmen wir an zwischen dem 12. und 15. Dezember 1916 in den Batterien der Orneschlucht — wäre ich als Deutscher gefangen worden, und was anders als Verachtung des verhörenden Offiziers hätte ich geerntet und verdient, wenn ich gewagt hätte, zu beteuern: Moi, je ne suis pas Allemand, Monsieur, je suis Juif —?" Hätte er mich auch nur verstanden? Ja, selbst wenn ich meinem Geschmack eine solche Beteuerung abgerungen hätte: wäre es auch nur die Wahrheit gewesen? In welcher Sprache ich denke, empfinde und gestalte, was mir am nächsten geht, das ist bekannt, nicht nur mir selbst; und darum allein schon erlaube ich niemandem, wenn nicht mir selbst, mir die Grenzen öffentlicher Wirksamkeit zu setzen — auch in deutschen Din- 41