Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 1 (1.1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 74)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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A lfons P aque t ■IIUUIIIIIlIIIIlIIIIIIIIIIIIIIIIIllIllllIItlll(IIItlllllllllllllIItlllllllllllllIIIIIIIIIIIIlllllllllllllllllllllIllIIIIItllIlllllllllllllIillllltl)IIIIIIIIltlttHlt>< sind Menschen und wollen nichts haben als Menschenrechte. — Warum geht ihr dann nicht in die großen Parteien? Was hat denn dann euer kleiner Klub für einen Zweck? — Wir sind hier fremd mit unserer Sprache und unsern Gewohnheiten, wir wollen beisammen bleiben. Es ist unter den jetzigen Umständen nichts anderes möglich. Man kann es einen Augenblick als tragisch empfinden., daß die jüdischen Arbeiter diesen magischen Kreis von Fremdheit nach außen um sich ziehen, der vielleicht allein imstande ist, ihr Genossentum nach innen zu erhalten. Die Wirklichkeit ist hier durchaus stärker als das Gedankliche. Diese Leute sind ein wenig wie Chinesen„ die noch den Zopf tragen, aber ihn unter einer Mütze zusammenrollen, weil sie weder wagen, ihn abzuschneiden, noch ihn frei baumeln zu lassen. Sie sind reif für Selbstverwaltung im Sowjetsinne, aber sie sind zugleich wie eine Bootsmannschaft, die in einem Hafen anlangt und es nicht für nötig hält, mitgebrachte Gebräuche abzuändern, weil sie irgendwie bereit bleiben muß, ihre Reise fortzusetzen. Im übrigen erscheint mir die Haltung dieser Männer auch als ziemlich typisch für das Denken vieler Ostjuden heute. Ich habe den Eindruck, als sei unter vielen Juden Polens immer mehr die Hoffnung auf Trotzky an die Stelle anderer Hoffnung getreten. Die Zustände sind unerträglich, die großen Schiffe nach Palästina gehen nicht ab, man kann nur warten, bis Polen sich weiterwälzt in seinem Schicksal, oder bis Rußland sich öffnet, — Rußland, das größer, reicher, verheißender, heimatlicher für diese Vielen ist als Palästina, das heute zuweilen Südsyrien genannt wird, mit seiner arabischen Frage, die unge- 72