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Freie zionistische Blätter · 1921-01-01 · 1 (1.1921) · p. Seite 53

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Journal
Freie zionistische Blätter
Volume
1 (1921)
Issue
1 (1.1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 53 (sequence 55)
Language
German
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Die Krise tmiiiuiiiiiiinmiiiiiiiiniiiiicMiiiiiiuiiiwmiMMiiiimm Im Kriege haben selbst die Regierungen offiziell zugeben müssen, daß dieses Spiel mit Geheimdiplomatie und offizieller Unaufrichtigkeit überwunden werden müsse. Sie haben es nicht getan. Aber wir dürfen nicht in das verfallen, was sie selbst — wenn auch wieder in offizieller Unaufrichtigkeit — als unmoralisch gebrandmarkt haben. Noch einmal sei es wiederholt: wir greifen die Leitung nicht an, weil sie ihre Sache schlecht macht. Wir können heute den nicht aufzeigen, von dem wir sagen könnten: er wird es besser machen. Aber wir greifen die Leitung an, weil sie unserer Bewegung ihre Würde als national-moralische Bewegung raubt, weil ihr Wahrheit, Offenheit, Vertrauen fehlen. Würde sie offen sprechen, wehte von ihr ein Hauch von Größe. Und dieses Hauches von Größe, dieses Vertrauens in die moralische Kraft, nicht aber schaler Rauschmittel bedarf das jüdische Volk in dieser Stunde. Wenn Ihre neue Zeitschrift nur das tun wird, daß sie stets ein objektives Bild unserer geistigen Lage im Galuth und vor allem eine genaue Abspiegelung aller Vorgänge in Palästina geben wird, hat sie eine wichtige Aufgabe erfüllt. Sie muß sich davon fernehalten, zuviel Ideologie zu bringen, vor allem nicht zu viel große Worte. Auch dieses Rauschmittel muß ängstlich vermieden werden. Sie soll nur berichten, was ist, die Probleme klar aufstellen und heraussagen, was nicht sein darf. Eine zweite, freilich größere und schwierigere Aufgabe harrt noch Ihrer Zeitschrift. Diese Krise bringt auch die Stunde einer Entscheidung mit sich, einer Entscheidung, der nicht mehr ausgewichen werden kann. In London wie in Palästina schmiedet sich ein Bund, der 53

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