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Freie zionistische Blätter · 1921-01-01 · 1 (1.1921) · p. Seite 47

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Journal
Freie zionistische Blätter
Volume
1 (1921)
Issue
1 (1.1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 47 (sequence 49)
Language
German
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Bilanz der zionistischen Politik iiiiuiiiiiiiiuiuiitiiuiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiHim^ renzinLon d o n nicht mehr tun. Der Geist, der da vor* herrschend war, die Gesinnung und Stimmung, in der dort die wichtigsten Entschlüsse gefaßt wurden, bedeuten den Anfang von der Preisgabe des idealistischen, geistigen Charakters unserer Bewegung. Die große dollarmächtige amerikanische Landsmannschaft erklärte sich ganz offen für eine solche Preisgabe. Der Zionismus, meinte sie, müsse jetzt eine rein praktische Kolonisationsgesellschaft werden, geleitet lediglich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Keine Galuthpolitik mehr, keine nationale Propaganda und Erziehungsarbeit mehr, kein Schulwesen und keine Kulturtätigkeit, keine starke Betonung der zionistischen Gesinnung, sondern Beschränkung auf wirtschaftliche Arbeit in Palästina unter Heranziehung aller Persönlichkeiten, die die wirtschaftlichen und finanziellen Fertigkeiten dazu besitzen; ohne Rücksicht auf ihre nationale und zionistischeUeberzeugung; kurzum: Umgestaltung der zionistischen Bewegung in eine Palästinakolonisationsgesellschaft. Noch hat dieser Standpunkt sich nicht offen auf der Jahreskonferenz durchsetzen können, obwohl er faktisch gesiegt hat und heute die zionistische Exekutive beherrscht. Noch eine Weile, und er wird auch offen auf der Tribüne herrschen. Amerika sperrt die Gelder; Palästina ist erschüttert, die ganze Bewegung in Aengsten, und man kann den Tag voraussehen, da das Argument des Dollars über die Position des geistigen Elementes im Zionismus gesiegt haben wird. Es darf nicht wundernehmen, das es so gekommen ist: die amerikanischen Zipnistenführer, und die ihnen folgen, haben nur die Konsequenz gezogen aus der Entwicklung der zionistischen Politik der letzten Jahre. Was diese Politik mit ihrer inneren Uebernahme der europäi- 47

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