Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 1 (1.1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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Bilanz der zionistischen Politik HlllUIlIIIIlUllllIIIIMtUlHIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIllH darin einig, daß es noch etwas mehr als das Territorium bedeuten soll? Man streitet innerhalb unserer Bewegung über den Umfang und über die Wesensbestimmung dieses M.ehr. Das Mehr selbst bestreitet wohl keiner. Wir wollen in Palästina ein besseres, anständigeres Leben aufbauen, als es das Galuthdasein ist. Bestimmte Ideale hoffen wir dort verwirklichen, bestimmte Postulate realisieren zu können. Auch hier gibt die Vergangenheit große Direktiven. Zion war ein idealer Begriff; er ist es uns allen geblieben. Ich sage nicht, daß dies das entscheidende Element des Palästinazieles sei; ich sage nicht: ohne dieses Element kein Palästina; aber wir wollen doch alle die Verschmelzung beider Elemente, des territorialen Palästina mit dem idealen Zion. Was, wird man fragen, hat dies mit der Art unserer Politik zu tun? Diese soll uns das Land wiedergeben; danach wird es unsere Aufgabe sein, ein Leben nach unserem Willen dort zu bauen. So denken die meisten von uns; wie rationalistisch, wie seicht, wie — in schlechtem Sinne — politisch ist diese Denkweise. Die Scheidung von Zweck und Mittel, von Ziel und Weg, von Idee und der Form ihrer Verwirklichung ist logisch gestattet, ja notwendig. In der blutvollen Realität verliert sie ihre Geltung, hier eint sich beides. Die Mittel entscheiden über den Zweck ganz ebenso, wie der Zweck die Mittel bestimmt. Realität ist Synthese, gegenseitige Verschlungenheit; Wirkung und Rückwirkung werden zu einem Untrennbaren, weil Ziele der Wirklichkeit nicht fertig gegeben sind, sondern erst auf dem Weg ihres Erreichtwerdens sich bilden, sich ausfüllen, sich wandeln und formen. Der Prozeß der Verwirklichung erst gibt dem Zweck, der als Idee von vornherein da ist, seine lebendige Fülle, seinen 41