Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 1 (1.1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Ja ko b Klatzkin ■iiiirniiniiiiifiiiiiiiiiiiiiciiiiiiiiiiiiiiii(i[iiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiittiitiiiiit(iiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiif imiiiiit vorteilhaft, die ersten Schritte eines Kindes zu überwachen: es lernt sonst leicht schiefgehen für sein ganzes Leben lang. Es ist Zeit, die Bilanz der jüdischen Politik vorzunehmen. Und es ist Pflicht, die Verwalter unserer Politik zur Verantwortung zu ziehen. i. Jüdische Politik kann nur den Sinn haben, daß das jüdische Volk eine Politik nationaler Geschlossenheit führt; will sagen: die Politik einer Volksganzheit trotz territorialer Zerklüftung, die Politik einer nationalen Einheitsfront, die die Grenzen der Landespolitik durchbricht und überschreitet. Wie sieht aber jüdische Politik in der Praxis aus? Welche Methoden sind es, in denen sie sich vollzog? Ihr erster Gebrauch war Mißbrauch. Im Namen einer jüdischen Realpolitik wurde eigentlich Landespolitik getrieben. Selbst Nationaljuden verschmähten es nicht zum Beispiel prodeutsche Propaganda mit jüdischen Volksinteressen zu verquicken und waren meist unbewußt Helfer und Helfershelfer des deutschen Imperialismus. Man suchte und fand allerlei Verwandtschaften zwischen Judentum und Deutschtum. Man schämte sich auch in zionistischen Kreisen nicht, Jiddisch als deutsche Mundart zu reklamieren, um es als Bindeglied zwischen Ostjudentum und deutscher Ostpolitik dem siegreichen Imperialismus anzubieten. Im Uebereifer des politischen Getues hat man sich von der Tragweite dieser Anbändlungen kaum Rechenschaft gegeben. Man setzte ruhig das Schicksal der russischen, polnischen, litauischen Judenheit 6