Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1915-1926
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Damen I s a y und Oppenheimer. Wie er auf der einen Seite dem Direktor in Erledigung verschiedener Amtsobliegenheiten zur Seite steht, — während der Inflationszeit beteiligte er sich z. B. an der Berechnung und Auszahlung des Gehalts an die einzelnen Lehrer — so bringt er ihm auf der anderen Wünsche und Anregungen des Kollegiums viel rascher und offener zur Kenntnis, als es früher üblich war. Ebenso nützlich erwies sich auch der um die gleiche Zeit gebildete Elternbeirat, der das Zusammenarbeiten der beiden erziehlichen Faktoren für das Gedeihen der uns anvertrauten Jugend noch wirksamer gestaltet. Aus der ersten Wahl der in Betracht kommenden Elternschaft gingen hervor die Damen: Frau Erna Bamberger, Martha Hackenbroch, Ida Kohn, Henny Löwenthal, Auguste Roos, Bella Schüler und die Herren: Markus Distelburger, Heinrich Einstädter, David Nebenzahl, Siegfried Neuberger, Moses Rapp und Dr. med. G. Stiebel.*) Auf seine Anregung wurden die Unterrichtsräume im Sommer 1921 mit elektrischem Lichte ausgestattet und in den Frühstückspausen den Kindern warmer Kakao verabreicht. In diesem Zusammenhange dürfen wir auch mit herzlichem Danke der Neuherrichtung von Decke und Wänden unseres Festsaales gedenken, für die Herr Heinrich Schwarzschild im Verein mit einigen ungenannten Spendern im Sommer 1923 gesorgt hat. Gleiche Anerkennung zollen wir auch einem wohlgesinnten Gönner unserer Schule dafür, daß er ihr das Modell einer alten, in Galiläa ausgegrabenen Synagoge zum Geschenk gemacht hat. Es wird unter Glas sorgfältig bewahrt und ziert unsem Vorraum des zweiten Stockwerks. Der Elternbeirat veranlagte auch die Anstellung eines Schularztes, der am 1. Juni 1922 in Herrn D r. C o b 1 i n e r gefunden wurde. Um die gleiche Zeit wurde auch die Unfallversicherung der Schüler zum ersten Male bei uns eingeführt; von den 770 Kindern der Schule traten sogleich etwa 600 in sie ein. Am 11. Oktober 1922 gab Herr Studienrat Dr. Schüler namens mehrerer Gemeindemitglieder den ersten Anstoß zur Errichtung einer Gedenktafel für die im Kriege gefallenen ehemaligen Schüler der Anstalt. Dieser Gedanke fand in allen Kreisen lebhaften Anklang, und reiche Gaben flössen bald darauf dem Elternbeirat zu diesem edlen Zwecke zu, so daß er schon ein. halbes Jahr später, am Sonntag, den 4. März 1923, die Tafel dem Schulrat übergeben konnte. Dies geschah in einer erhebenden Feier, die auf alle Teilnehmer einen tief ergreifenden Eindruck gemacht hat. Die Namen der so geehrten Kriegshelden sind: •) Die Namen*der jetzigen Mitglieder des Elternbeirats sind: Frau Jacob Hamburger, Frau Adolf Katz, Frau Emanuel Landau, Frau Siegfried Löwenthal, Frau Joseph -Offenbacher, Frau Hermann Weinberg; Herr Siegfried Neuberger (Vorsitzender), Herr Leopold Oppenheimer, Herr Dr. Siegfried Oppenheimer, Herr Jacob Rothenberg, Herr Hugo Rothschild, Herr Salomon Stiebel und Herr Mendel Vogel.