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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1926-01-01 · 1915-1926 · page 2

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1915-1926
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580866--2564-2583443
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I. Mitteilungen aus der Geschichte der Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft zu Frankfurt am Main " 1915—1925. Auf Grund einer Verfügung der vorgesetzten Behörde vom Frühjahre 1915 mußte die Veröffentlichung des üblichen Jahresberichtes aus Sparsamkeitsgründen unterbleiben. Seitdem hat ein volles Jahrzehnt hindurch in der Verbindung zwischen Elternschaft und. Schule eine bedauerliche Lücke geklafft, die gerade in unseren Kreisen um so schmerzlicher berühren mußte, als eben an unserer Schule alle Beteiligten, Eltern, Schüler und Lehrer, ein besonders inniges Band der Zusammengehörigkeit umschlingt. Es ist hier nicht anders als in einer Familie, wo das Ausbleiben von Nachrichten, die man gegenseitig auszutauschen gewohnt ist, ebenfalls als ein nur schwer tragbarer Verlust empfunden wird. Es war daher mitfreudiger Genugtuung zu begrüßen, daß der Vorstand unserer Gemeinde durch Schreiben vom 14. Juli 1924 der vom Schulrate angeregten Herausgabe einer Schulchronik, die sich über das Jahrzehnt von 1915 bis 1925 erstrecken soll, bereitwillig zugestimmt hat. So ist uns die Möglichkeit gegeben, die alten, trauten Beziehungen zwischen Schule und Elternhaus, die der unselige Krieg und die ihm folgenden entbehrungsreichen Nachkriegsjahre so jäh unterbrochen hatten, wiederherzustellen, indem ,wir die bedeutsamsten Ereignisse im Schulleben des verflossenen Jahrzehnts vor dem geistigen Auge des Lesers vorbeiziehen lassen. Dieser Bericht würde aber zu einem allzu umfangreichen Buche sich auswachsen, wollten wir auf alle <1i Schule berührenden Vorgänge in derjenigen Ausführlichkeit eingehen die wohl am Pia o en wäre, wenn jedesmal nach Ablauf eines Jahres K de n ihnen hätte gegeben v en können. Es wird also im wesentlichen genügen müssen, v^enn von den ersten Jahrcr. des in Betracht kommenden Zeitabschnittes nur in zusammenfassender Weise erzählt wird, um den zeitlich näheren, zugleich. auch in den Verlauf des Schullebens tiefer einschneidenden Geschehnissen mehr Raum zu gönnen. Die vielseitig* und von vaterländischem Geiste beseelte Betätigung der Lehrer und Schüler im Dienste der Liebesarbeit für ur: >re Krieger, vo« de* schon im Jahresberichte 1914/15 die Rede war, fand sei! >tverständlun auch in de! i Kriegsjahren ihre lebhafte Fortsetzung: nicht nur alle neun Kriegsanleihen wu ,\ v. Miseren Kindern in namhaften Beträgen gezeichnet, sondern auch die Geldsammlung rituelle Verpflegung im Felde stehender Soldaten wurde von ihmn rlq gefördert. halfen beim Ausladen von Eisenbahnwagen, beim Austria- Sammeltag, •.m Marine-Opfer tag, beider Frankfurter Jugendspende und veranstalteten 1916 ein eigenem Wohltätigkeitsfest, dessen Reinertrag unseren Kriegern zugute kam; wie sie denn überhaupt viele Liebesgaben ihnen zugehen ließen. . Zur Metallsammlung brachten sie manches Kilogramm zusammen, während unsere physikalische Sammlung alle ihre Platinschalen, -bleche, und -drähte dahingab. Aber auch viele andere für die Versorgung des Heeres notwendigen Gegenstände wurden aus dem Elternhause von ihnen zusammengetragen und durch Vermittlung des Studienrats J. Kaufmann den verschiedenen Sammelstellen zugeführt, eine aufreibende und anstrengende Arbeit, die

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