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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1929-01-01 · 1929 · page 31

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1929
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580854--2733-2583177
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- 29 — V. Geschichte der Anstalt. Zwei Tage vor dem Beginn dieses Schuljahres, am 15. April 1926, war es uns vergönnt, die Vollendung des dritten Vierieljahrhunderts seit der Begründung unserer Schule festlich zu begehen. Wenn auch die wirtschaftlichen Verhältnisse der äusseren Ausgestaltung der Feier Beschränkungen auferlegte, und zu manchem Verzicht zwangen, so konnten wir doch aus der weit über das Weichbild unserer Heimat hinaus sich erstreckenden warmen Anteilnahme unserer ehemaligen Schüler und Sdvüierinnen an dieser Feier mit Befriedigung erkennen, wie tief verwurzelt in dem Gemüie unserer Freunde die treue Anhänglichkeit an die Pflanzstätte ist, in der die ersten Keime einer harmonisch ausgeglichenen Lebensauffassung in sie gesenkt wurden. Dieses Dankbarkeitsgefühl und die gleichzeitig zum Ausdruck gelangende hohe Anerkennung der durch unsere Anstali geleisteten Erziehungsarbeit bekundete sich nicht bloss durch die Beiträge zum Jubiläumsfonds, der trotz der Ungunst der Zeit die gleiche Höhe wie vor 25 Jahren erreichte, sie trat uns ganz besonders ermutigend aus den Glückwunschschreiben entgegen, die aus der Nähe wie aus weiter Ferne uns zukamen. Diese Zeichen des Vertrauens zu unserer Arbeit an der jüdischen Jugend beleben in uns die iVohe Hoffnung, daa auch bei der Entwicklung unserer Schule zur Vollanstalt die ufienibehrliche tätige Mitwirkung unserer Freunde uns nicht fehlen wird. Mit ganz besonders nachdrücklichem Ernste wenden wir uns an die Nachkommen der Begründer der zahlreichen ^chulstiftungen, die vor dem Kriege bestanden und durch ihr Zinserträgnis sehr weseniich die großen Lasten unseres Schulwesens erleichterten. Wenn der Geist dieser Stifter bei ihren Kindern und Enkeln in altjüdischer Ueberlieferungstreue lebendig bleibt, dann werden wir auch in Zukunft mit Gottes Hilfe unserer hohen Aufgabe gewachsen bleiben. . Darum gilt ihnen in erster Reihe die eindringlidie Bitte:! Füllet unsere Stiftungen auf zum rühmlichen Gedenken eurer Vorfahren und zum Heile unserer Kinder! Mit Rücksicht auf den beschränkten Raum, der uns hier zur Verfügung steht müssen wir uns mit einer kurzen Schilderung des Verlaufs der Feier begnügen. (No. 10 und 11 der „Mitteilungen für ehemalige Schüler und Schülerinnen der Unterrichtsanstalten der Israelitischen Religionsgesellschaft zu Frankfurt a M." enthalten eingehende Angaben über den ganzen Verlauf der Jubiläumsfeier.) Eingeleitet wurde das Fest durch die Eröffnung einer vom 8. bis 22. April dauernden Ausstellung, zu der die Turnhalle in Anspruch genommen wurde. Hier bot sich den zahlreichen Scharen von Besuchern ein lehrreidicr Ueberbiick über Werden und Wachsen der Schule. Besondere Berücksichtigung fand dabei ihre Eigenart als Pfiegestätte jüdischreligiösen Geistes in Verbindung mit weltlicher Wissenschaft. Da sah man Lehrbücher und Materialien für den jüdischen Unterricht neben Handarbeiten und Zeichnungen aus alter und neuer Zeit, da unterrichteten statistische Darstellungen über die Entwicklung unseres Schulwerkes aus kleinen Anfängen bis zur jetzigen Ausdehnung, da erinnerten den ehemaligen Schüler die Bilder der früheren Lehrer und Kameraden an die eigene Jugend- und Schulzeit. Besonderes Interesse erregtedie der Erinnerung an den Gründer unserer Schule gewidmete Ausstellung, S. R. Hirschs Leben, sein Wirken als Rabbiner

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