Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1928
- Date
- 1928-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2580773-2580850--2694-2583137- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Mumps, Windpocken, Röteln u. a.) festgestellt so muß der Klassenleiter sofort davon benachrichtigt werden. Der Schüler kann zum Unterricht erst dann wieder zugelassen werden, wenn eine ärztliche Bescheinigung jede Ansteckungsgefahr für ausgeschlossen erklärt. IV. Schule und Elternhaus. a) Der Elternbeirat. Die Mitglieder dieser Körperschaft sind zur Zeit die Damen:? Frau Siegfried Löwenfhal. \ „ Josef Offenbacher. Hermann Weinberg. Max Wimpfheimer und Herr Siegfried Neuberger (Vorsitzender). Leopold Oppenheimer. „ Dr. Siegfried Oppenheimer. „ Hugo Rothschild. Salomon Stiebel. Bei den mehrfaohen Besprechungen zwischen Elternbeirat und Lehrerschaft wurden einige für das Schuileben bedeutungsvolle Punkte erörtert, von denen folgende unserer Elternschaft zur Beachtung dringend empfohlen seien: Es liegt im wohlverstandenen Interesse unserer Kinder, v/enn vor der Entscheidung über die Weiterbildung oder eine etwaige Berufswahl die Ellern mit den langjährigen Lehrern und Miierziehern ihrer Kinder sich besprechen. In keinem Falle scheint es ratsam, Schaler (-innen), die bei uns nur dürftige Leistungen aufzuweisen hatten, der Oberstufe von Vollanstalten zuzuführen. Neben geschäftlichen Berufen sollten auch gewisse Zweige des Handwerks beachtet werden, die immer noch aussichtsvoll sind, wenn mir gründlicher Schuleine gediegene Fachausbildung verknüpfi wird. Mif3Siände in der Kleidung der Mädchen gaben dem Unterzeichneten Anlas, durch Vermirtelung des Elternbeirats die Aufmerksamkeit unserer Eltern auf das nachgerade bedrohte altjüdisdie nir-^-Gebot mit Nadidruck hinzulenken. Je schwieriger es sein mag, auf diesem Gebiete mit bestimmten Forderungen vorzugehen, desto wachsamer sollten ihrer schweren Verantv/ortung sich bewußte Mütter gegenüber den Auswüchsen des Tyrannen „Mode" sein und den Mut aufbringen, sich ihnen mit allen Kräften entgegen zu stemmen. Eine nicht weniger ernste Überwachung erheischt auch die Hauslektüre der heranwachsenden Jungend und der Besuch von Theateraufführungen, zwei Faktoren des Erziehungswerkes, die bei lässiger Handhabung unweigerlich schwere sittliche Schäden stiften. In allen diesen Fragen stellt unsere Lehrerschaft ihre tätige Mithilfe bereitwillig zur Verfügung. Die seit mehren Jahren mit gutem Erfolg durchgeführte Frühstückspeisung, die bisher durch Schülerbeiträge und freiwillige Spenden sich selbst erhalten konnte, mußte in. letzter Zeit einen gröf3eren Zuschuß aus dem Gemeindesäckel in Anspruch nehmen was bei der immerhin nicht ganz unbestrittenen Bedürfnisfrage mancherorts Bedenken