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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1904-01-01 · 1904 · page 7

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1904
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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IRI
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der höheren Schulen, Rektoren der städtischen Volksschulen in unserer Mitte zu sehen, zu denen wir allezeit die angenehmsten, freundnachbarlichen Beziehungen unterhalten durften. Unser Grass gilt endlich den Vertretern der Rektoren-Vereinigung und des Frankfurter Lehr er Vereins, und wir bitten die Herren, überzeugt zu sein, wie sehr wir die Ehre schätzen, die sie uns durch ihr Erscheinen erweisen. Und Sie, meine Damen und Herren, die Sie in früheren Tagen an dieser Schule lehrend gewirkt, soll ich auch Sie als Gäste begrüssen? Ich weiss es, für Sie ist dieser Tag ein Tag persönlichen, inneren Erlebens, und gleichwie Ihnen die Schule heute aufs neue den unauslöschlichen Dank entgegenbringt für all Ihr Mühen und Sorgen in ihrem Dienste, so erneuern Sie heute das Band der Liebe, das unlöslich Sie an diese Schule, an „unsere" Schule knüpft. „Unsere Schule"! Lassen Sie diese Worte den Gruss sein, den ich Ihnen hochverehrte Festversammlung, den ehemaligen Schülern und Schülerinnen unserer Anstalt jubelnd entgegenrufe! „Unsere Schule"! Wenn sonst eine Schulanstalt ihren Jubeltag festlich begeht, wenn sie ihre ehemaligen Zöglinge um sich versammelt, sich des ErFeichten geeint und geeinigt zu freuen, so mag's der Zauber gemeinsamer Jugenderinnerung sein, der Morgentau dahingeschwundener Kindheitstage, der die einander fremd Gewordenen zusammenführt und ein Freundesband für Stunden und Tage um sie schlingt. Gewiss auch Sie, meine Damen und Herren, möchteich bitten, aus solchem Geiste heraus einzutreten in die frohen Tage der Jubiläumsfeier, die uns grüssen. Als ob zur ersten Freistunde der alte Bayer zum erstenmale schellte, so mögen Sie alles Lastende und Dumpfe, das den Gereiften in des Lebens Wirrnis allzuoft zu Boden drückt, abschütteln mit kindlichem Frohmut und, einmal in den Bannkreis der Jugend getreten, jugendlich frisch wieder zu Schülern und Schülerinnen unsrer Schule, Ihrer Schule werden! Und dennoch scheint mir's, nach solchem Eingang, ein Höheres zu sein, das die Devise dieser Tage bilden sollte. Ist diese Schule Ihnen allen ja mehr als eine Erinnerung an Jugendglück und Kindeseinfalt, ist sie ja das Denkmal einer grossen Zeit geistigen Ringens um köstliche Güter, ein Vermächtnis grosser Ahnen, die ihre eigenen Wege zu wandeln wagten, und die, selber riesenstark und opferbereit, auf den Opfermut ihrer Kinder und Enkel zählen durften» Sie ist uns, diese Schule, das Testament vor allem eines grossen Mannes, der sie zu einem Quell ewiger Erneuerung für ein blühendes Gemeindeleben bestimmt, und der mit ihr nicht unsrem Kreise allein neue Wege zur Rettung wies aus religiöser Erstarrung und Erkaltung. DieBedeutungsgrösse Samson Raphael Hirsch's s. A. zu schildern, kann nicht die Aufgabe dieser kurzen Begrüssungsworte sein, aber seines teure 11 Namens an der Schwelle unsres Festes segnend zu gedenken, sei uns Erfüllung heiligster Herzenspflicht. Wenn wir heute das Glück haben, seine Kinder als Ehrengäste bei uns zu begrüssen, so dürfen wir es aussprechen: nicht seine Kinder nur, er selbst weilt unsterblich in unsrer Mitte. Lebendiger als je wirkt sein Geist hinaus in die jüdische Gegenwart, und ein dämmerndes Ahnen von dem inneren Sinn seines Lebenswerkes erschliesst sich mählich auch den Fernen und den Fremden, Lebendig aber wie ihr Gründer, grüsst Sie, meine Damen und Herren, auch die Jubilarin selbst, die Schule. Der Rückblick auf eine grosse Vergangenheit darf Ihnen,

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