Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 173)
- Language
- German
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- Hanau 1× ep/1047937
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15 Gewiss würde er wenigstens versucht haben, Napoleon bei Gelnhausen durch stärkere Abteilungen aufzuhalten; denn er musste ia auf östreichische oder preussische Hilfe zählen, die ihm Schwarzenberg fest zugesagt hatte. Dadurch hätte er Zeit genug gewonnen, sich sein Schlachtfeld ganz anders zu wählen. Oder hoffte er vielleicht im Stillen, Napoleon werde, da der Weg über Bergen ja nun frei war, an ihm vorüberziehen? Es mit seinem geschwächten Heer nicht auf eine ohnehin unnötige Schlacht ankommen lassen, die er selbst ihm ja vielleicht nur, um Baierns guten Willen den Verbündeten zu zeigen, hier anbot, anbieten musste. Alle Welt erwartete ja, Wrede werde Napoleon noch diesseits des Rheines angreifen. Eintrag konnte er doch, auch wenn Napoleon der Schlacht auswich, seinem verlorenen Heere, namentlich dem Nachtrab, noch reichlich tun» Oder wusste Wrede wirklich nicht, dass Napoleon mit seinem Heere auf Hanau heranrückte? Die Nachrichten, von denen wir die wichtigsten hier anführen wollen, lauteten doch fast alle ziemlich bestimmt. 1. Schon am 26. October, mittags um 12 Uhr, erhielt Wrede von dem östreichischen Parteigänger Oberst von Scheibler von Schmalkalden aus folgende Nachricht: „Mein Kundschafter, auf dessen Verlässlichkeit zu bauen ist, traf eben von Fulda zurück, welches er gestern Abend 10 Uhr verlassen, und sah mit eigenen Augen den wirklichen Rückzug des Feindes nach Frankfurt. Seit gestern Mittag hat das Defilieren der feindlichen Truppen dahin nicht aufgehört, und als er die Stadt verliess, dauerte solches noch fort.---Auf heute früh wurde der französische Kaiser selbst in Fulda angesagt: ein Teil der Garden war schon eingetroffen" u. s» w. Wrede meldete dies Schwarzenberg, auch dem Kaiser Alexander und fügt, ganz richtig die Sachlage beurteilend, hinzu: In der Stellung von Gelnhausen oder Hanau hoffe ich, dem Feinde seinen Rückzug nach Mainz streitig zu machen» Also Gelnhausen war damals sein erster Gedanke. 2. Ein Kurier aus dem Hoflager der Monarchen in Jena — in der Nacht vom 26. auf den 27. anlangend — bringt bezeichnender Weise keine bestimmte Nachricht über Napoleons Marschrichtung» 3. Aus Elleben erhielt Wrede am 28. ein Schreiben Schwarzen- V